Gestorben: Thione Seck

Thione Seck, moers festival 2011 (Foto: Michael Höfner, wikimedia / CC BY-SA 3.0)Thione Seck, moers festival 2011
(Foto: Michael Höfner, wikimedia / CC BY-SA 3.0)
Im Alter von 66 Jahren ist einer der herausragenden Sänger des Senegal, Thione Seck, am 14, März in Dakar gestorben. Bekannt wurde er in den 1970ern für seine Gesangssoli in den Reihen des Orchestre Baobab, das mit seiner Spielart der westafrikanischen Salsa die größte Band des Landes war. Nach der Auflösung des Orchesters gründete Seck im Folgejahrzehnt die Band Raam Daam. Mit ihr wurde er zu einem der wichtigsten Promoter des neuen Musikstils der Jugend, des Mbalax, einer Mischung aus lokalen, traditionellen Rhythmen, Pop und Funk. Meilensteine seiner Karriere waren die Veröffentlichungen von „Diaga“ „Allô Petit“ und dem Album „Orientation“. Mit diesem perfektionierte er seine Spezialität: die Färbung der senegalesischen Musik mit arabischen Skalen.

Secks letzte Lebensjahre wurden nicht von der Musik, sondern von einer Falschgeldaffäre bestimmt, in der er letztendlich aber von allen Anschuldigungen freigesprochen wurde. Das Erbe von Thione Seck, der im Senegal immer in einem Atemzug mit Youssou N&apos:Dour, Ismael Lo oder Omar Pene genannt wurde, trägt sein Sohn Wally weiter, auch er bereits ein populärer Musiker im Senegal.

Text
Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

Foto
Michael Höfner (wikimedia / CC BY-SA 3.0)

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