Villingen: Jazzclub zieht um

Cécile VernyCécile VernyAufgrund der aktuellen Corona-Einschränkungen kann der traditionsreiche Jazzkeller in der Villinger Webergasse nicht genutzt werden. Dennoch wird es im Herbst wieder regelmäßig Jazzkonzerte in der Stadt geben. Der jazzfreudige evangelische Dekan Wolfgang Rüter-Ebel hat dem Jazzclub Villingen das Angebot gemacht, übergangsweise Veranstaltungen in Räumen der Evangelischen Kirchengemeinde durchzuführen. Und weil der Jazzclub zudem noch einen Zuschuss aus dem baden-württembergischen Landesprogramm „Kultur trotz Abstand“ bekommt, ist ein hochkarätiges Jazzprogramm bis ins Frühjahr 2021 trotz mancher organisatorischen Einschränkungen gesichert.

„Wir wussten nicht, wie es weitergehen kann, aber jetzt ist uns wirklich ein Stein vom Herzen gefallen“, freut sich Rainer Horn, der Vorsitzende des Jazzclubs, in dem immerhin seit 1961 kontinuierlich Jazzkonzerte veranstaltet werden und der so etwas wie die Keimzelle der alternativen Kultur in Villingen ist. Dank des Angebots werden zunächst bis zum Jahresende elf Jazzkonzerte im Martin-Luther-Haus und eines in der Markuskirche stattfinden.

Vom Trio des Pianisten Walter Lang über den Posaunisten Samuel Blaser aus der Schweiz und die bekannte Sängerin Cécile Verny bis zur hochgelobten Schlagzeugerin Eva Klesse ist für Abwechslung und Qualität gesorgt. Gewissermaßen als Vorgeschmack auf die lange Jazzsaison findet zwischen dem 11. und 13. September im Garten des legendären MPS-Studios das Festival „Jazzin‘ The Black Forest“ – unter anderem mit Dell/Lillinger/Westergaard und Schnellertollermeier – statt, bei dem der Jazzclub als Kooperationspartner dabei ist.

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Jazzclub Villingen

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

Foto
Chris Klos

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