Adrien BrandeisAdrien BrandeisVor neun Jahren hat der in Großbritannien lebende, deutsche Konzertagent Burkhard Hopper die Konzert-Reihe „Rising Stars“ an den Start gebracht, mit der heutige Jazz-Stars wie Diana Krall, Brad Mehldau, Esbjörn Svensson oder Jane Monheit einem breiten Publikum in Europa vorgestellt wurden. Aus dieser Konzertreihe hervorgegangen ist der „LetterOne RISING STARS Jazz Award“, mit dem jährlich junge Jazztalente aus Europa ausgezeichnet werden. Gestiftet wird dieser Preis vom gleichfalls in England lebenden, ukrainischen Geschäftsmann und Jazzfan Mikhail Fridman, der unter anderem auch das Leopolis Jazz Festival in Lwiw in der Westukraine gegründet hat. Dotiert ist dieser Award mit einem Marketing- und Promotionpaket für den Gewinner im Wert von rund 75.000 Euro.

Der Preisträger für das Jahr 2018 ist der junge, französische Pianist Adrien Brandeis, 1992 in Annecy geboren. Studiert hat er Klavier in Nizza und Paris, währenddessen hat er auf seinem Instrument eine eigene Sprache entwickelt, die sich auf ein Vokabular aus zeitgenössischem Jazz, Latin und afro-kubanischer Musik stützt. Im vergangenen Jahr ist sein Debütalbum „Euforia“ erschienen. „Für den ,LetterOne RISING STARS Jazz Award‘ haben es erneut 25 hochqualifizierte und talentierte Musiker in die Endrunde geschafft“, heißt es in der Begründung der Jury, die unter anderem mit Wulf Müller von OKeh Records und dem Pianisten und Sänger Jamie Cullum besetzt war. „Sich auf einen Gewinner zu einigen, war keine leichte Aufgabe. Aber Adrien Brandeis hat uns mit seiner herausragenden Musikalität und seinem innovativen Ansatz überzeugt. Wir sind sicher, dass wir in Zukunft viel von ihm hören werden.“ Im Sommer wird sich Brandeis auf insgesamt sieben großen europäischen Jazzfestivals präsentieren – unter anderem auf dem englischen Love Supreme Festival, dem Kongsberg Jazzfestival in Norwegen, Umbria Jazz in Italien und den Jazzopen in Stuttgart.

Weiterführende Links
„LetterOne RISING STARS Jazz Award“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Florence Ducommun

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