Ist am 8.9. gestorben: Gerald WilsonGerald Wilson

Seine musikalische Ausbildung erhielt der 1918 im rassistisch infizierten Shelby, Mississippi, geborene Gerald Wilson an der Cass Tech High School in Detroit, einer damals hochangesehen „Performing Arts School“. Er studierte zunächt Klavier und Trompete, zwischen 1939 und 1942 war er bei Jimmy Lunceford auch als Arrangeur sehr erfolgreich. Nach dem Militärdienst gründete er in Los Angeles seine eigene Big Band, aus der im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Solisten hervorgingen, darunter Horace Tapscott, Eric Dolphy und Bud Shank. Als Arrangeur war er auch für Duke Ellington und Count Basie tätig.

An der University Of California lehrte er Jazzgeschichte, wofür er als „Teacher Of The Year“ ausgezeichnet wurde. Wilson war wiederholt für einen „Grammy“ nominiert und wurde 1990 für sein Lebenswerk als „NEA Jazz Master“ geehrt. 2006 führte er seine Kompositionen unter dem Titel „Los Angeles: Central Avenue Breakdown“ mit dem Lincoln Center Jazz Orchestra auf. Sein einzigartiges Dirigat bezeichnete Wilson selbst als „Chroreografie der Musik“. Wie sein Sohn, der Gitarrist Anthony Wilson, mitteilte, ist der Multiinstrumentalist, Komponist und Bandleader am 8. September an den Folgen einer Lungenentzündung in seinem Haus in Los Angeles gestorben. Er wurde 96 Jahre alt.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Creative Commons/Richard Newhouse

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