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Marc Ribot singt Protestsongs beim moers festivalMarc Ribot„Die Stadt hat ihren Zuschuss zum Festival seit 2006 um mehr als die Hälfte gekürzt – in diesem Jahr noch einmal um 40 Prozent. Vor diesem Hintergrund wäre ein Festival im Zelt auf der ,grünen Wiese‘ nicht mehr finanzierbar gewesen.“ Reiner Michalke, künstlerischer Leiter des moers festivals, hat Klartext gesprochen. Eine Alternative zur Tennishalle, deren Umbau in ein „Festspielhaus auf dem Moerser Hügel“ ganz nach Plan verläuft, hat es zu keiner Zeit gegeben: entweder das altehrwürdige Festival findet 2014 am neuen Standort statt – oder es hätte weder eine 43. noch weitere Festivalausgaben gegeben. Dessen ungeachtet setzt die Moers Kultur GmbH auf Kontinuität und hat den Vertrag mit Michalke um fünf Jahre verlängert.

Was das Programm über Pfingsten vom 6. bis 9. Juni in Moers betrifft, so scheint es, als sollte das akustisch Machbare der neuen Halle ausgetestet werden. Gleich der Opener könnte den Raum an seine Grenzen bringen: Kontrabassist Sebastian Gramss wird rund 50 seiner Instrumentalkollegen zur „Bassmasse“ kneten. „Das Eröffnungskonzert ist in Teilen einem der Festivalgründer, dem verstorbenen Wuppertaler Bassisten Peter Kowald, gewidmet, der in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden wäre“, hebt Michalke hervor. Direkt im Anschluss daran: Marc Ribot, alleine mit seiner Gitarre, singt und spielt „Protestsongs“. So ähnlich zieht es sich programmatisch durch alle vier Festivaltage: „Big Line-ups“ im steten Wechsel mit kammermusikalischen Besetzungen. Dem Duo Han Bennink & Oscar Jan Hoogland folgt die Ricky-Tick Big Band, der „Large Unit“ von Paal Nilssen-Love Joey Baron und Robyn Schulkowsky, dem Trio Jean Louis das Orchestre National De Jazz etc. pp.

Aber auch die Programmpunkte, die nicht unter das „inoffizielle“ Motto fallen, dürften spannend werden. Der Auftritt des Sun Ra Arkestra stellt eine Verbindung in die Festivalgeschichte her, während Fred Frith mit jungen Musikern von der US-Westküste eine Neuaufnahme seines „Gravity“-Projektes präsentiert. „Improviser in Residence“ von Moers 2014, Pianistin Julia Hülsmann, präsentiert Vertonungen von Gedichten von Margaret Atwood und Emily Dickinson, die sie mit dem Sänger Theo Bleckmann und dem Saxofonisten Hayden Chisholm in Szene setzt. Gespannt darf man auf den „Kehraus“ am Pfingstmontag (offiziell wieder Teil des Festivals) sein: Die Jazzanarchos von Mostly Other People Do The Killing haben sich zum Septett Red Hot vergrößert und liefern ihre Sicht auf die Frühzeit des Jazz. Das komplette Programm auf der Festival-Site.

Weiterführende Links:
moers festival

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Marco Zanoni

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