Bunker UlmenwallAktionen gegen die drohende Schließung des Bunker UlmenwallsBielefeld muss sparen, um nicht unter das Haushaltssicherungskonzept zu kommen. Deshalb steht auch der städtische Leistungsvertrag mit dem Bunker Ulmenwall zur Disposition. Das Problem ist aber komplexer, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Außerhalb von Bielefeld ist der Bunker Ulmenwall zwar durch ein avanciertes Konzertprogramm mit improvisierter Musik bekannt. Doch das grundlegende Konzept sieht anders aus: Als soziokulturelles Zentrum hat der Bunker seinen Schwerpunkt auf jazz- und popmusikalische Jugendarbeit, weshalb er seine institutionelle Förderung durch die Stadt bislang auch aus dem Sozialbereich bekommt.

Öffentlich wahrgenommen werden aber vor allem die Konzerte – weshalb man unter „Beobachtung“ der Bielefelder Politik steht. Der Vorwurf: Der Bunker Ulmenwall sei nur noch Konzertveranstalter, der sein musikpädagogisches Konzept über Bord geworfen habe. Deshalb soll er ab 2014 in den unterfinanzierten Kulturbereich der Stadt überführt werden. „Dann wäre der Bunker Projektmittelantragsteller ohne eigene Finanzmittel“, befürchtet Carsten Nolte, Geschäftsführer vom Bunker Ulmenwall, „unser musikpädagogisches Konzept müssten wir aufgeben und die Existenz des Trägervereins stünde auf dem Spiel.“ Außerhalb von Bielefeld hat man das Einmalige des Konzepts längst erkannt. Zum Beispiel bekommt der Bunker bis 2015 vom Land Nordrhein-Westfalen eine „Nachwuchsförderung im Spannungsfeld Jazz und Jugendkultur“ in Höhe von insgesamt 120.000 Euro. „Es wäre bitter“, so Nolte, „wenn der Bunker seinen Status als soziokulturelles Zentrum verlieren sollte und wir die noch verbliebenen 52.000 Euro nicht mehr abrufen können.“ Eine Petition gegen die mögliche Schließung gibt es auf der Bunker-Site im Internet.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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