ELBJAZZ 2018

Parallax Sounds - ChicagoNeue Filmdoku: Parallax Sounds - ChicagoDer Filmtitel „Parallax Sounds – Chicago“ wurde bewusst gewählt: Das Fremdwort „Parallaxe“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie: „Verschiebung, Abweichung“. In der Fotografie beschreibt dieser Begriff den „Unterschied zwischen dem Ausschnitt eines Bildes im Sucher und auf dem Film, der durch die von Sucher und Objektiv gebildete Parallaxe entsteht“, so die Duden-Definition. Überträgt man diese Definition auf die Film-Doku „Parallax Sounds – Chicago“, so ergibt sich ein komplettes Bild der urbanen Musikszene Chicagos erst durch die verschiedenen Perspektiven der Musiker, die in dieser Dokumentation zu Wort kommen.

„Der Film handelt von individuellen und persönlichen Geschichten der Musiker“, erläutert der Regisseur Augusto Contento seine Dokumentation. „Wie sie sich ihrer Rolle als Künstler bewusst wurden, was sie für ein Leben in Chicago führen, wie sich die Musikszene in den 90ern geformt hat und wie sich der künstlerische Ansatz nach Postrock verändert hat.“ Contento hat unter anderem den Nirvana-Produzenten Steve Albini und den (Free-Jazz-)Saxofonisten Ken Vandermark auf ihren Streifzügen durch Chicago begleitet – und mit ihnen auch die für ihre jeweilige Biografie wichtige Orte und Plätze in der Stadt besucht. Denn dem Regisseur geht es nicht nur darum, das multistilistische Phänomen Postrock zu erklären, das seinen Ursprung unter anderem in der „Windy City“ hatte. Sein Anliegen ist es vielmehr, dass dieses Genres nur innerhalb einer urbanen Kultur wie der in Chicago entstehen konnte: Erst die verschiedenen Facetten, wie sie durch die Postrock-Protagonisten herausgebildet werden, lassen ein Bild dieser Musik in Gänze entstehen. Kinostart von „Parallax Sounds – Chicago“ ist der 30. Januar 2014; dann kommt auch der Soundtrack auf CD auf den Markt.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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