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Pete CoseyZum Tode von Pete CoseyEr gehörte eher zu den Stillen. Auf den ersten Blick war Pete Cosey ein typischer „Musician’s Musician“, der seine Virtuosität und Musikalität stets in den Dienst „prominenterer“ Bandleader gestellt hat. Doch blickt man tiefer, so entdeckt man einen Gitarristen (und Sitar-Spieler), der auf seinem Instrument die verschiedenen Strömungen und Traditionen afroamerikanischer Musik in seine eigene Sprache zu transformieren wusste – und dadurch zum Beispiel ein idealer Partner für Miles Davis wurde. Von 1973 bis 1975, als der Trompeter für einige Jahre von der Szene verschwand, war Cosey Gitarrist in den verschiedenen Bands von Davis. „In Miles’ Musik drehte sich damals alles um das Leben“, erinnerte er sich 1997 im Gespräch mit dem amerikanischen Autor Peter Margasak. „Sie handelte von Läuterung, von den Höhen und Tiefen im Leben. Sie war extrem struktuiert, gleichzeitig aber auch erdig. Wir erschufen auf der Bühne unterschiedliche Stimmungen, damit die Zuhörer ihre eigenen Erfahrungen machen konnten – und um die Gedanken des Publikums in unserem Spiel aufzugreifen.“

Cosey, am 9. Oktober 1943 in Chicago geboren, war in den 1960er-Jahren ein oft gebuchter Session-Gitarrist für Chess Records und machte Aufnahmen mit Etta James, Howlin’ Wolf und Muddy Waters, zudem gehörte er zum Kreis der „Association For The Advancement Of Creative Musicians“ (AACM) seiner Heimatstadt. Doch auch nach seiner Zeit mit Davis blieb der große Erfolg aus – obwohl oder gerade weil er unter anderem Gitarrist auf Herbie Hancocks „Hit“-Album „Future Shock“ war und er 1987 seinen Instrumentalkollegen Bill Frisell im Trio Power Tools ersetzte. Zuletzt erschien 2007 die CD „Miles From India“, auf der ehemalige Sidemen von Miles Davis mit indischen Musikern zu hören sind. Am 30. Mai 2012 ist Pete Cosey im Alter von 68 Jahren gestorben.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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