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Georg GraeweLeitete grubenklang.reloaded im Kulturhauptstadtjahr 2010: Georg Graewe

Anfang der 1980er-Jahre war der Pianist und Komponist Georg Graeweeiner der ersten Improvisationsmusiker in Deutschland, der sich seines eigenen, musikkulturellen Terroirs bewusst wurde und es in sein musikalisches Schaffen integrierte. Grubenklangorchester hieß das damals von ihm geleitete Ensemble, das sich unter anderem mit der Musik der Bergarbeiter-Blas- und -Schalmeien-Kapellen des Ruhrgebiets auseinander setzte. Grundlage war ein Sammelband der Gewerkschaft der Zeche Wiesche bei Mülheim von 1840: „Grubenklänge. Eine Liedersammlung für Bergleute, bergmännische Sänger-Chöre und Freunde des bergmännischen Gesangs“. Anlässlich des Kulturhauptstadtjahrs Ruhr.2010 wurde Graewe damit beauftragt, eine „Neufassung“ seines Grubenklangorchesters auf den Weg zu bringen. Doch wie schon bei seinem Orchester in den 1980er-Jahren beließ er es in 2010 mit grubenklang.reloaded nicht nur bei Bearbeitungen von Bergmannsliedern, sondern integrierte eigene Stücke sowie Arbeiten von weiteren Komponisten.

Bei Random Acoustics ist gerade der Band „grubenklang.reloaded – Eine Dokumentation“ erschienen, in dem die verschiedenen Facetten von Graewes Arbeiten während des Kulturhauptstadtjahrs dargestellt und aus unterschiedlichen Perspektiven mehrerer Autoren und bildender Künstler neu betrachtet werden. „Zunächst einmal wollte ich kein ,Jazzprojekt‘, tatsächlich sollte es nicht einmal ein reines Musikprojekt werden, sondern andere Bereiche künstlerischer Aktivität miteinbeziehen“, schreibt Graewe in seinem Vorwort „Rückblick und Ausblick“. „Mit grubenklang.reloaded habe ich versucht, ein Programm jenseits von kunstgewerblicher Verspartung und retrospektiver Eindimensionalität zu präsentieren.“ Auf der beiliegenden DVD wird Graewes Intention deutlich: Sie beginnt zwar mit dem Mitschnitt des Konzerts von grubenklang.reloaded im Dortmunder Domicil am 29. November 2010, zeigt jedoch auch weitere Aspekte, wie zum Beispiel seine Arbeit mit der „New Generation“ oder die Konzertreihe „Words & Music“ in seiner Geburtstadt Bochum. „grubenklang.reloaded – Eine Dokumentation“ gibt es auf randomacoustics.net und kostet 45 Euro.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Kurt Rade

Veröffentlicht am unter News
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