BundestagAntwort auf die Große Anfrage der SPD zur Musikförderung durch den BundDie Bundesregierung hat mit einer 58-seitigen Antwort auf die Große Anfrage der SPD-Fraktion zur Musikförderung durch den Bund reagiert. Ausgearbeitet hatte die Anfrage der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Siegmund Ehrmann. Die Stellungnahme, die von der Tageszeitung „Die Welt“ kommentiert wurde (und die auch der Jazz-thing-Redaktion vorliegt), informiert zum ersten Mal offiziell über Ausmaß und Inhalt der deutschen Musikförderung. Insgesamt wurden von der Bundesregierung im vergangenen Jahr gut 44 Millionen Euro ausgegeben. Zu den Spitzenreitern gehören unter anderem das Netzwerk Neue Musik (4.147.554 Euro), die Initiative „Jedem Kind ein Instrument“ (3.482.845 Euro), der Deutsche Musikrat (3.041.871 Euro), die Bayreuther Festspiele (2.280.000 Euro) und die Initiative Musik (2.000.000 Euro).

Für die Gattung Jazz fallen die Beträge geringer aus. Die vom Phonoverband auf den Weg gebrachte Veranstaltung ECHO Jazz erhielt beispielsweise 2010 eine „einmalige Anschubfinanzierung“ in Höhe von 75.000 Euro. Das JazzFest Berlin, das zu den Kulturveranstaltungen des Bundes in der Hauptstadt gehört, bekam 210.657 Euro. Als Förderungen der musikalischen Kinder- und Jugendbildung standen dem Deutschen Musikrat für „Bundeswettbewerb Jugend musiziert“, „Jugend jazzt“, „Bundesjugendorchester“ und „SchoolJam“ 1.327.400 und dem BuJazzO 264.400 Euro zur Verfügung.

Bei den Fragen zur improvisierten Musik verweist die Bundesregierung vorwiegend auf die Initiative Musik, deren Anteil bei der Jazz-Förderung bei 17,64 Prozent lag. „Der Bundesregierung ist bewusst, dass der Jazz durchaus Spezifika aufweist, die ihn von den Bedingungen in der so genannten Ernsten Musik (Klassik, Neue Musik) oder der so genannten Unterhaltungsmusik (Rock, Pop) unterscheiden.“ Die Kulturstiftung des Bundes habe eine Reihe von Vorhaben im Bereich Jazz unterstützt, heißt es zudem in der Antwort. Als aktuelle Beispiele werden die Festivals Jazz Lines in München und moers festival genannt.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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