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Tortusa

Gletscher-Soundscapes

Eivind Aarset spielt schon lange eine große Rolle in der entrückten Klangwelt von John Derek Bishop alias Tortusa. „Ich bewundere seinen satten Sound“, sagt Bishop über sein Vorbild, „und die Effekte, die er auf der Gitarre einsetzt. Obendrein kann er damit auch Perkussives spielen – all das wollte ich auf meinem Album haben.“

Tortusa (Foto: John Derek Bishop)

Schon Tortusas preisgekröntes 2016er Werk „I Know This Place – The Eivind Aarset Collages“ nutzte Samples des renommierten Gitarristen und kreierte so avantgardistische und doch bemerkenswert eingängige Soundscapes zwischen Jazz und Elektronik. Nun erscheint mit „Bre“ (Jazzland/edel) Tortusas zweites Soloalbum – wenn man denn noch davon sprechen kann angesichts der vielen Gast-Features.

Auf jeweils drei Tracks sind drei norwegische Jazzveteranen zu hören, neben Aarset auch Trompeter Arve Henriksen und Drummer Erlend Dahlen. Mithilfe von Samplern und Loop-Stations verfremdet Producer Bishop deren Instrumente bis zur Unkenntlichkeit (Jon Hassell, anyone?) und reichert sie mit prozessierten Field Recordings an. Was Vogelstimme, was Trompete ist, wird nur der US-amerikanisch-norwegische Künstler selbst ganz genau wissen. Sanfte Ambient-Welten öffnen sich, nur selten erschüttert von dubbigen Beats.

Größte Neuerung: die Sprache. „Meine Songs haben nun norwegische Titel, weil sich das persönlicher anfühlt. Sie sollen offen für Interpretationen bleiben“, sagt Bishop. Und der Titel? „‚Bre‘ kann ‚Gletscher‘ bedeuten, aber auch ’sich ausbreiten‘.“ Tortusas Sounds bilden eine üppig wuchernde, zuweilen irritierend fremdartige Klangwiese, die sich auch im Hirn ausbreitet – auf höchst angenehme Weise.

Text
Jan Paersch
Foto
John Derek Bishop

Veröffentlicht am unter 137, Feature, Heft

Deutscher Jazzpreis