Berlin: Gesobau Jazz & Soul Award

Savannah HauskellerSavannah HauskellerDie Gewinner/-innen des Gesobau Jazz & Soul Award stehen fest. Unter 40 Bewerbungen hat die vierköpfige Jury drei herausragende Berliner Nachwuchs-Acts ausgewählt. Den ersten Preis belegte als Solo-Künstlerin die Cellistin und Sängerin Savannah Hauskeller. Geboren 2003 in Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo, begann sie mit fünf Jahren zu musizieren und hat mittlerweile einen eigenen, experimentellen Stil entwickelt, der ihr Cellospiel mit ihrer Stimme verbindet. In Leipzig hat sie 2024 den Black Gospel Chor gegründet, der heute mehr als 25 Mitglieder zählt. Das zweitplazierte Trio Purse überzeugte die Jury mit facettenreichen Kompositionen, multiinstrumentellem Talent und seiner Debüt-EP „Electronic Point Of View“. Die fünfköpfige Band Akari belegt mit ihrem individuellen Stil aus Soul, Neo-Jazz und R&B Platz 3.

Öffentliche Preisverleihung und Preisträgerkonzerte finden am 13. und 14. Juni beim Kunstfest Pankow in Berlin statt, wo außer den Ausgezeichneten unter anderem auch die britischen Hochkaräter Omar und Incognito auftreten. Hauskeller hat mit ihrem ersten Platz darüber hinaus einen Auftritt im Berliner A-Trane gewonnen. Vom Preisgeld in Höhe von insgesamt 8.500 Euro abgesehen, gehören zum Gewinn für alle drei Shootings mit dem Fotografen Sven Marquart.

Die schwierige Entscheidung kommentiert Jurymitglied und Musiker Torsten Goods: „Die vielen bemerkenswerten Einsendungen haben uns als Jury wirklich gefordert – im besten Sinne. Doch gerade diese Vielfalt zeigt, wie engagiert junge Musiker/-innen daran arbeiten, Soul und insbesondere Jazz als Nischengenres lebendig und relevant zu halten.“ Zur Jury gehörten außerdem die Sängerin Kim Sanders, Lars Holborn, Vorstandsmitglied der Wohnungsbaugesellschaft Gesobau AG, und Jazz-thing-Redakteur Martin Laurentius.

Weiterführende Links
Gesobau Jazz & Soul Award

Text
Eric Mandel
Foto
Dirk Broszka

Veröffentlicht am unter News

jazzahead! 2026