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Das Blog thing von Jazz thing  
Autor: Pit Huber   //   13.12.2005, 09:42 Uhr

Geboren in Gerolstein, Nord-Süd-Mischling, aufgewachsen im Taunus und in Frankfurter Jazzclubs, überzeugter Anhänger der quantengestützten Chaostheorie, zu Unrecht von manchen als zynischer Überflieger verleumdet, arbeitete lange Zeit in Bad Schwalbach im mittelständischen Perplexions-Management.
 
Pit ist seit 1995 Kolumnist für das Print-Magazin Jazz thing („Offbeat“ und „Total im Trend“). Bei „blog thing“ ist er von Anfang an dabei (2005).

Alle Artikel von Pit Huber anzeigen (71).

11 Kommentare

 
  1. Kommentar von Chrisfried, 1. Januar 2006, 17:07 Uhr:

    Was ist denn das „mittelständischen Perplexions-Management“?


     
  2. Kommentar von Pit Huber, 11. Januar 2006, 17:08 Uhr:

    Gut, dass du fragst. Das ist, wenn man mit einer Winz-Firma die Webfehler in Gottes Schöpfung zu reparieren versucht. Davon gibt’s mehr, als man glaubt (Winzfirmen und Webfehler). (ph)


     
  3. Kommentar von Laurie, 12. Januar 2006, 16:54 Uhr:

    „Perplexions-Management“ ist ein regional beschränkter, andernorts in Deutschland gänzlich unbekannter Berufzweig, der nur in Mittel- und Südhessen zu finden ist – man kann sogar behaupten, dass das Rhein-Main-Gebiet das Zentrum für „Perplexions-Management“ ist. Grund dafür ist wohl der dort weitverbreitete Genuss von Apfelwein. Durch die Zugabe von Speierling beim Gärungsprozess sollen wohl bewusstseinserweiternde Halluzinogene entstehen. Die verursachen ganz eigenartige Rauschzustände, so dass ein „Perplexions-Manager“ etwa der Frage nachgeht, warum in der spätgotischen Martin Luther Kirche in Bad Schwalbach eine so genannte „Stummorgel“ steht. Jetzt alles klar?


     
  4. Kommentar von Pit Huber, 12. Januar 2006, 21:22 Uhr:

    So schön wie du hat das noch niemand formuliert. Man merkt doch gleich, dass du längere Zeit in Südhessen gelebt hast. Wer diese spezifische lokale Erfahrung nicht machen durfte, dem sind diese Zusammenhänge wirklich nur schwer zu erklären. (ph)


     
  5. Kommentar von Laurie, 13. Januar 2006, 09:11 Uhr:

    Wahrscheinlich ist darin auch der Grund zu sehen, weshalb sich vor gut 15 Jahren im südhessischen Darmstadt das Jazzinstitut angesiedelt hat, immerhin das weltweit zweitgrößte Jazz-Archiv seiner Art. Und am Rande angemerkt: Ein Ortsteil von Darmstadt heißt „Wixhausen“ – vielleicht auch eine Recherche wert?


     
  6. Kommentar von Laurie, 31. Januar 2006, 08:21 Uhr:

    Letztes Wochenende war ich in Frankfurt und wurde dort bei Apfelwein und „Hadde Kuchen“ (auch so eine dieser eigentümlichen Frankfurter kulinarischen Eigenarten, s. weiter unten) von meinen Freunden wegen meiner These über das „Perplexionsmanagement“ in Mittel- und Südhessen heftig ins Gebet genommen. Ich möchte gar nicht weiter darauf eingehen, dass letztlich mit diesem Streit auch meine These untermauert worden ist. Vielmehr haben wir im Verlauf dieser Diskussion ein weiteres mögliches Arbeitsfeld eines Perplexionsmanagers erörtert: Er repariert nämlich nicht nur die Webfehler, sondern knüpft selber welche ins Netzwerk Gottes und beobachtet, wie lange es braucht, bis sie gefunden werden – ein etwas anderer Gottesbeweis also. Und dabei kommt dann der Hadde Kuchen wieder ins Spiel. Den bezeichne ich nämlich auch als „Büßerbrot“, das, so vermute ich, immer dann gegessen werden muss, wenn man Gott mit einem selbstgeknüpften Webfehler auf die Probe gestellt hat. Für mich ist dies natürlich auch ein weiterer Beleg für meine These. Aber das will ich jetzt nicht vertiefen…


     
  7. Kommentar von mka, 3. Februar 2006, 11:51 Uhr:

    Erst soll es der Speierling sein, dann auch noch der Haddekuche.
    Wenn man sich der Sache eher biogeographisch nähert, wird es klarer: Hier findet „Drift“ statt. Und zwar flussabwärts. Nahe den Quellen des Mains, in Bamberg, spielen Webfehler keine Rolle. Da ist man einfach katholisch und trinkt täglich Rauchbier.
    Flussabwärts, in Frankfurt, geschieht, was Laurie auf die rituellen Speisen und Getränke schiebt. Apfelwein und Haddekuche erleichtern es, die sublimeren Strukturen der Realität wahrzunehmen. Dafür reichen aber nicht ein paar Freitagabende, sondern es bedarf jahrelanger Läuterung.
    Und weiter flussabwärts: Mündete der Main in den Rhein, der irgendwann durch Köln fließt. Sublime Strukturen? Kölsch. Und einmal im Jahr ein gewaltiges Reinigungsritual („Mr losse dr Dom in Kölle“).

    In Bamberg glättet der Rauchbier-Rausch das Gewebe. In Frankfurt findet man Webfehler (zugegeben: Man knüpft auch ein paar) – und in Köln wartet man die meiste Zeit des Jahres darauf, bis aus den kleinen rauhen Stellen im Gewebe riesige Knoten werden, die man im Karneval dann unter Kölsch-Narkose herausschneidet.

    Jawohl: Ich bin Sachsenhäuser (nicht: Sachsenhausener).


     
  8. Kommentar von Laurie, 4. Februar 2006, 11:22 Uhr:

    Das mit der Drift ist interessant. Vor einigen Monaten wurden nämlich im Rheinwasser Spuren von Kokain nachgewiesen. Dafür hat man sogar die armen Düsseldorfer verantwortlich machen wollen – vollkommener Quatsch, denn Düsseldorf liegt flussabwärts. Aber vielleicht sollte man untersuchen, ob die beim Gärungsprozess von Apfelwein entstehenden Halluzinogene identisch sind mit Kokain. Ich möchte mich jetzt nicht auf andere und weitere Spekulationen einlassen. Nur soviel: Vielleicht kann man endlich eine Verbindung herstellen zwischen dem Genuss von Apfelwein und der liberalen Drogenpolitik in Holland?


     
  9. Kommentar von Dirty Old Man, 24. April 2006, 10:19 Uhr:

    —Zitat Anfang—
    Das ist, wenn man mit einer Winz-Firma die Webfehler in Gottes Schöpfung zu reparieren versucht. Davon gibt’s mehr, als man glaubt
    —Zitat Ende—

    Ich weiß im Moment nicht, wer’s geschrieben hat (kann sein Bill Bryson): „Was hätte Gott aus dieser Welt machen können, wenn er nur ein anständiges Budget gehabt hätte…“


     
  10. Kommentar von Huber Pit, 2. März 2007, 10:48 Uhr:

    Das mit dem Namen ist kein Scherz, ich habe durch einen Bekannten diese Webseite gefunden.

    Wenn du Lust hast Namensvetter, antworte unter der obigen Adresse.


     
  11. Kommentar von Pit Huber, 4. März 2007, 11:31 Uhr:

    Hallo Pit zwo, so selten ist unser Name ja nicht. Ich verdanke meinen meiner elterlichen Konstellation. Mein Vater hieß schon Pit, war Seemann in Cuxhaven und kam eines Tages nicht wieder. Habe keine Erinnerung an ihn. Meine Mutter glaubt allerdings, dass er sich irgendwo in der weiten Welt versteckt hält, falls er noch lebt. Verheiratet waren sie nie. Meine Mutter stammt aus München-Schwabing, wo der Name Huber etwa so häufig ist wie Brown beim CIA. Sie war eine Jugendfreundin von Uschi Obermeier und konfrontierte mich seit meiner Kindheit mit immer neuen Stiefvätern. Inzwischen lebt sie in Florida, aber einige der Stiefväter (die netteren jedenfalls) sind mir geblieben. Was gibt’s über dich Interessantes? Bist du Jazzfan?


     

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