Fluchtpunkt und Ornament. Auf seinem neuen Soloalbum „Ogilsd Vobi“, entstanden während einer Kompositionsresidenz in einem schweizerischen Dorf nahe Chur, erforscht der österreichische Jazz- und Improvisationsmusiker Georg Vogel die barocke Kunst der Fuge und ihre Variationsmöglichkeiten. Der versierte Pianist, der auch für seine musiktheoretischen Erweiterungen der Zwölftonmusik bekannt ist, untersucht polyphone Kompositionstechniken, die er mit Improvisation und mikrotonalen Intervallen verbindet. Entstanden sind barock anmutende Melodien, die in berührender Schönheit mehrere Stimmen ornamental ineinanderlaufen lassen wie ein sich sanft ausbreitendes Gemälde. Verträumt und bezaubernd.
Text
Maxi Broecking
Ausgabe
, Jazz thing 162
Veröffentlicht am 09. Mrz 2026 um 07:59 Uhr unter Reviews