Zu Recht sind die beiden stolz auf ihr zweites Duoalbum. Andreas Feith, der die meisten Stücke geliefert hat, gibt seinem Klavierspiel eine blühende, eklektische, vielfältige Dichte. Und Markus Harm lässt sein Altsaxofon darüberjubeln und singen – so, wie man ein Altsaxofon hören möchte. Eine Menge Vorbereitung sei in dieses Album geflossen, heißt es. Und bei der Aufnahme stellte sich dann zudem die unplanbare Magie des Moments ein – Feith berichtet sogar von einem rauschhaften Filmriss. Die beiden Enddreißiger, die in der Band von Rebecca Trescher zusammengefunden haben, machen gleich zu Anfang ihre Bandbreite deutlich. Auf den bluesig-expressiven Walzer-opener „Abstract Truth“ folgt mit „Unfolding Path“ ein leichtfüßig virtuoses Chôro-Stück (mit Harms hier am Sopran). Im Standard „Darn That Dream“ dagegen swingen die beiden fast nostalgisch, in „Ringelegängele“ dafür dramatisch modern. Man möchte keins der zehn Stücke missen.
Text
Hans-Jürgen Schaal
Ausgabe
, Jazz thing 161
Veröffentlicht am 22. Jan 2026 um 07:57 Uhr unter Reviews
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