Kassel: Jazzfrühling

Daniel HerskedalDaniel HerskedalHerz des Kasseler Jazzfrühlings ist das Theaterstübchen. Auch in seiner zwölften Ausgabe vom 6. bis zum 22. März spielt die intime Location, in der das Publikum ganz nah an den musikalischen Akteur*innen dran ist, die Hauptrolle. Es gibt aber auch andere Orte, an denen Jazz gespielt wird – und dann heißt es „Theaterstübchen geht fremd“. In diesem Jahr sind es das Atrium der Volksbank Kassel Göttingen, wo Heiko Pape und Pasadena Roof Orchestra spielen, der Ständesaal, wo Studnitzky/Manz und Dieter Ilg Trio auf der Bühne stehen, und das Staatstheater, in dem am 13. März Klaus Doldinger’s Passport mit China Moses gastiert.

Eröffnet wird das Festival vom Quartett des norwegischen Tubisten Daniel Herskedal, der „dem Blech seit einigen Jahren zu neuem Glanz“ verhilft (findet die FAZ). Im weiteren Verlauf spielen noch Saxpack, Frederik Köster mit seiner Band Die Verwandlung, die schwedische Sängerin Viktoria Tolstoy, das Swingquartett Felix Truxa, das Gesangstrio Vocality, das Trio der Pianistin Anke Helfrich, das Dennis-Wenzel-Swingorchester, das Trio des Pianisten Jermaine Landsberger mit seinem „Special Guest“ Sandro Roy an der Violine, Anthony Strong, Level Eleven sowie Andreas Schaerer mit seiner phänomenalen Band Hildegard lernt fliegen.

Das Abschlusskonzert des Kassler Jazzfrühlings liegt in der Hand einer sagenhaften All-Star-Formation aus den USA, die man unter dem Namen The Cookers kennt. Trompeter David Weiss ist für die meisten Arrangements verantwortlich, an seiner Seite befindet sich ein „Who’s who“ des US-Jazz: Zu Tenorsaxofonist Billy Harper, Altsaxofonist Craig Handy und Trompeter Eddie Henderson gesellen sich der Pianist George Cables, der Bassist Cecil McBee und Schlagzeuger Billy Hart. The Cookers heißen sie übrigens nach einem berühmten Album von Freddie Hubbard, denn gestartet sind die Jungs einst als Hubbard-Tribute-Band. Das gesamte Programm findet sich auf der Festival-Site im Internet.

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Kasseler Jazzfrühling

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Knut Aaserud

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