Maria SchneiderMaria Schneider

Der „National Endowment For The Arts“ (NEA) hat die „2019 NEA Jazz Masters“ bekanntgegeben. Es handelt sich dabei um die offiziell höchste Auszeichnung, die in den USA für den Jazz vergeben wird. Seit 1969 werden im Zuge der offiziellen Anerkennung des Jazz als nationales Kulturgut Jazzkünstler und -Organisationen vom NEA im bescheidenen Rahmen gefördert. Die „NEA Jazz Masters“ gibt es seit 1982, als Folge der allgemeinen Sparmaßnahmen wurde die Anzahl der Preisträger im letzten Jahrzehnt von sechs auf vier reduziert – im vergangenen Jahr schien die Preisvergabe insgesamt gefährdet, da die Trump-Regierung erwogen hatte, den NEA nicht weiter zu finanzieren.

Doch nach zahlreichen Protesten geht es jetzt erstmal wieder weiter. Jeder Preisträger erhält weiterhin je 25.000 US-Dollar für sein Lebenswerk. Die Ausgezeichneten müssen bestimmte Exzellenz-Kriterien erfüllen, sie sollen innovative Beiträge zum Jazz geleistet haben. 2017 wurden Dee Dee Bridgewater, Dr. Lonnie Smith, Dick Hyman und Dave Holland sowie der Jazzhistoriker Ira Gitler mit dem Preis ausgezeichnet. Die „2019 NEA Jazz Masters“ sind Maria Schneider, Abdullah Ibrahim und Bob Dorough, der kurz nach seiner Nominierung am 23. April 2018 im Alter von 94 Jahren verstarb. Eigentlich ist die Preisverleihung nur an noch lebende Künstler vorgesehen. Den „A.B. Spellman NEA Jazz Masters Fellowship For Jazz Advocacy“ erhält der Kritiker und Publizist Stanley Crouch, der in den 1990er-Jahren maßgeblich an der Institutionalisierung von Jazz@Lincoln Center in New York mitwirkte. Die Preisverleihung und Konzert-Gala wird am 15. April 2019 im Kennedy Center in Washington ausgerichtet.

Weiterführende Links
„2019 NEA Jazz Masters“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Whit Lane

Veröffentlicht am unter News

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