SpielstaettenprogrammpreisSpielstaettenprogrammpreisEs war ein langer Weg: Als die Bundeskonferenz Jazz (BK Jazz) 2007 ihr Eckpunktepapier „Zur Situation des Jazz und der aktuellen improvisierten Musik in Deutschland“ in Berlin an den damaligen Vorsitzenden des Auschusses für Kultur und Medien im Bundestag, Hans-Joachim Otto, übergeben hatte, war die Einrichtung eines regelmäßigen Spielstättenprogrammpreises eines ihrer Hauptziele. Es brauchte dann aber noch fünf Jahre, bis die Berliner Politik vom Sinn und Zweck eines solchen Preises überzeugt werden konnte. Im November 2012 war es dann soweit: Die für die Förderung von Jazz, Rock und Pop zuständige Initiative Musik gab bekannt, dass der Bund eine Million Euro für diesen Spielstättenprogrammpreis zur Verfügung stellt. Seit 1. Juni läuft für sechs Wochen die Ausschreibung: Clubs und Spielstätten für Jazz und avancierte Rock- und Popmusik können sich für diesen Preis bewerben.

„Als Bundeskonferenz Jazz haben wir in den vergangenen Jahren viel politische Überzeugungsarbeit für den Spielstättenprogrammpreis geleistet und freuen uns, dass wir diesen nun gemeinsam mit der Initiative Musik und dem Staatsminister für Kultur und Medien realisieren konnten“, so Felix Falk, einer von drei Sprechern der BK Jazz. „Dies ist ein großer Erfolg gerade auch für den Jazz, der wie kaum eine andere Musikform essentiell auf Live-Orte angewiesen ist. Denn hier liegt der Fokus der künstlerischen Entwicklung, sowohl der Musik selbst als auch ihrer Künstlerinnen und Künstler.“ In drei Kategorien werden Prämien vergeben. Kategorie 1 wird für Spielstätten mit mehren Livekonzerten pro Woche ausgeschrieben (40.000 Euro), Kategorie 2 für Spielstätten mit einem Konzert pro Woche (20.000 Euro) und Kategorie 3 für Konzertreihen mit mindestens zehn Veranstaltungen pro Jahr (5.000 Euro).

„Der Preis zielt auf die kleinen und mittleren Clubs und Programmveranstalter“, so Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, „die mit Mut zum Risiko ein kulturell herausragendes Programm anbieten, das jenseits des Etablierten auf ein hohes musikalisches Niveau setzt. Genau diese Risikofreude brauchen wir, wenn sich die Musikszene weiterentwickeln soll und wir unsere vielfältige Clublandschaft erhalten wollen. Ich bin den Abgeordneten des Haushalts – wie des Kulturausschusses des Deutschen Bundestages dankbar, dass sie die Initiative für diesen Preis ergriffen haben.“ Preisverleihung wird am 25. September in Hamburg während des Reeperbahn-Festivals sein, Teilnahmebedingungen und Antragsformulare gibt es auf der Website der Initiative Musik.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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