Yuri HoningGewinner des VPRO/Boy Edgar Prijs 2012: Yuri HoningJährlich wird in den Niederlanden der „VPRO/Boy Edgar Prijs“ verliehen. Seit 1963 gibt es diese Auszeichnung, damals noch als „Wessel Ilken Prijs“, ab 1980 dann „Boy Edgar Prijs“ genannt, bis 1992 das holländische, öffentlich-rechtliche Radio VPRO einstieg. 12.500 Euro ist der „VPRO/Boy Edgar Prijs“ wert – und Preisträger 2012 ist der Saxofonist Yuri Honing. Honing, 1965 in Hilversum geboren, gehört mittlerweile zu den gefragtesten Jazzmusikern in Europa. Er arbeitete als Sideman unter anderem mit seinen Landsleuten Misha Mengelberg, Ernst Reijseger und Michiel Borstlap, darüber hinaus zum Beispiel auch mit Paul Bley, Gary Peacock, Paul Motian und Pat Metheny. Doch vor allem als Leader eigener Bands machte sich Honing in den vergangenen rund 15 Jahren einen Namen – wie 1996 mit seinem Trio und der CD „Star Tracks“ beispielsweise, oder mit seiner „Jazz-Rock-Band“ Wired Paradise 2005 und seine Interpretation der „Brandenburgischen Konzerte“ von Johann Sebastian Bach für Saxofon und Blockflöte 2011.

„In den Jury-Gesprächen wurde Yuri oft auch als ,Begründer‘ bezeichnet; als ein Musiker also, der nicht nur wegen seiner Konzerte und CD-Veröffentlichungen eine herausragende Stellung einnimmt, sondern vor allem auch, weil er stets Neues auf den Weg bringt“, heißt es in der Begründung der Jury. „Er hat in den vergangenen 20 Jahren so viele verschiedene Projekte an den Start gebracht, sodass sein Schaffen geradezu das Gegenteil von Kategorien in der Musik bedeutet.“ Noch im Februar veröffentlicht Honing mit seinem Acoustic Quartet eine neue CD „True“, bevor am 16. Mai die Preisverleihung und das Preisträgerkonzert im Bimhuis in Amsterdam stattfinden wird.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

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