Jazz thing präsentiert:

moers festival 2026

Bei der Programm-PK huschten an Märchenfiguren erinnernde Gestalten durch das Moerser Schloss: Wer Tim Isfort kennt, weiß, dass der künstlerische Leiter des moers festivals diese Termine gerne als Happenings inszeniert, um das Festivalmotto vorzustellen – so auch diesmal mit „… wie im Märchen“.

Lakecia Benjamin (Foto: Elizabeth Leitzell)

Umziehen wird das Festival, vom Stadtrand in die Innenstadt auf den Kastellplatz beim Schloss. Dort und in weiteren Örtlichkeiten drum herum wird das Gros der Konzerte vom 21. bis 25. Mai 2026 stattfinden. Wie die Acts vom Schwerpunkt „Rotkäppchen USA“, mit dem gegen die Marginalisierung afroamerikanischer Kultur durch die aktuelle US-Regierung protestiert werden soll. Isforts Wahl ist unter anderem mit der Saxofonistin Lakecia Benjamin und der Cellistin Tomeka Reid vorwiegend weiblich. Ein weiterer Schwerpunkt ist “?Afrika“, diesmal mit Acts aus Togo, Benin und Ghana.

Angelika Niescier (Foto: Boris Breuer)

Zwei Hundertjährige finden sich im Programm: der US-amerikanische Komponist Morton Feldman und der Ungar György Kurtág. Steht Feldmans „Rothko Chapel“ im Zentrum einer immersiven Aufführung, so wird Kurtágs Sohn György Jr. Kammermusikfragmente seines Vaters spielen. Das Märchennarrativ wird durch Gellert Szabo’s Ideal Orchestra und das Musiktheater „Märchenhafte Klangschaften“ vom Chroma Kollektiv am radikalsten in Szene gesetzt.

Schlagzeugerin und Vibrafonistin Evi Filippou ist als „Improviser in Residence“ mit InEvitable Extended gesetzt. Gitarrist Gordon Grdina präsentiert RU‘YA, aus Brasilien kommt das Duo Bella Comsom & Bruna Cabral, aus Ägypten das Kollektiv The Dwarfs of East Agouza, und die schon erwähnte Tomeka Reid tritt mit Angelika Niescier (Saxofon) und Eliza Salem (Drums) auf.

Nduduzo Makhathini (Foto: Arthur Dlamini)

Weil am 21. Mai 2026 der „Aktionstag Zusammenhalt und Vielfalt“ ist, startet die 55. Ausgabe bereits am Donnerstag und ist damit die längste Ausgabe in der Festivalhistorie; die WDR Big Band gestaltet mit dem südafrikanischen Pianisten Nduduzo Makhathini den feierlichen Auftakt. Auch gibt es die vom Saxofonisten Jan Klare kuratierten Sessions wieder, der Freysinn mit seinen Jams zieht in die Röhre – und vieles weitere Spannende mehr.

Alle Infos unter moers-festival.de.

Foto
Elizabeth Leitzell, Boris Breuer, Arthur Dlamini

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