Jazz thing wird in diesem Jahr bekanntlich 25, Pianist Michael Wollny hingegen 40 Jahre alt. Für uns Anlass, einen vertieften Blick zu werfen auf die Riege der exzellenten deutschen Jazzpianistinnen und -pianisten unter 40, die in den letzten rund 15 Jahren ins Rampenlicht getreten sind. Das Ergebnis ist ein 17-seitiges Dossier (S. 44 bis 60), in dem wir stellvertretend für eine ganze goldene Generation zehn Key-Players präsentieren, die allesamt nicht nur gut ausgebildet sind, sondern mit ihrem Rüstzeug auch kreativ etwas anzufangen wissen. Wir sind gespannt auf Ihr und euer Feedback hierzu.

Editorial #123 (Illustration: Swantje Hinrichsen)

Ein weiterer Schwerpunkt ist der aktuelle Jazz in Polen (S. 92 bis 95): Unser Redakteur Martin Laurentius hat sich in der Jazzszene unseres östlichen Nachbarlandes umgeschaut, Konzerte besucht und viele Musiker getroffen. Ein Thema dabei war natürlich oft auch, wie die von Natur aus weltoffenen Jazzmusiker sich dort positionieren angesichts eines zunehmend anti-europäischen Umfelds.

Polen ist übrigens auch Partnerland der diesjährigen jazzahead! in Bremen – einige der im Artikel zu Wort kommenden Musiker werden am 19. April im Rahmen der Polish Night spielen. Und natürlich sind auch wir vom 19. bis 22. April vor Ort und freuen uns darauf, möglichst viele unserer Leserinnen und Leser zu treffen und von ihren Anregungen und Wünschen zu unserem Jubiläum zu erfahren: Besuchen Sie uns an unserem Stand 6E01.

Vielleicht sehen wir uns auch beim nächsten Jazz thing at the Club-Konzert im Club Bahnhof Ehrenfeld: Am 16. Mai kommt Seun Kuti, der jüngste Sohn des legendären nigerianischen Afrobeat-Pioniers Fela Kuti, nach Köln: Nach dessen plötzlichem Tod trat er 1997 mit nur 14 Jahren das Erbe seines Vaters doch an und wurde zum Bandleader von Egypt 80.

Viel Freude mit dieser Ausgabe!

Axel Stinshoff
Chefredakteur Jazz thing & Blue Rhythm

Text
Axel Stinshoff

Veröffentlicht am unter 123, Heft