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Magro

Bewusst in die Gefahr

Die unglaubliche Wucht und Präzision im Spiel, die der Berliner Schlagzeuger Mathis Grossmann im Zusammenspiel mit Keys und Bass live auf der Bühne zeigt, macht ihn zu einem Ausnahmemusiker in der jungen deutschen Jazz- und Hip-Hop-Szene.

Magro

Nachdem er als Kind zusammen mit seiner Mutter, einer Pianistin, alle Beatles-Songs durchgespielt, dann bald den Jazz entdeckt, in Mainz an der Hochschule Jazz-Drums studiert und in diversen Bands mitgewirkt hatte, eröffnete sich für ihn in Berlin als Produzent eine neue Welt des Musikmachens: die Kombination aus Live-Musik und produzierter Musik – immer mit dem Anspruch, musikalisch offen zu bleiben.

„Ich versuche, mich nicht einzuschränken in meinen Songs, sondern das zu vermischen, was sich gerade gut anfühlt und einen eigenen Sound entstehen lässt. Wenn ich mehr Klischees bedienen würde, würde sich das für mich nicht richtig anfühlen. Die Musik wäre vielleicht leichter zu vermarkten, aber dann würde ich mir verwehren, dass etwas Neues entstehen kann“

– wie zum Beispiel seine Kollaborationen mit dem Ausnahmerapper Rapturous Apollo Helios, der R&B-Sängerin Leona Berlin oder dem nigerianischen Trompeter Etuk Ubong.

Neben seiner Arbeit als Produzent und Sound-Engineer veröffentlichte Grossmann unter seinem Projektnamen Magro dieses Jahr zunächst ein „Beat Tape“ (Magro/Bandcamp), kurz darauf folgte sein Debütalbum „Trippin“ (Henni Records). Herbie Hancock, Robert Glasper und Chris Dave nennt er, neben anderen, seine Helden. Die Tracks seines Albums sind musikalisch nicht leicht einzusortieren, doch verorten lassen sie sich irgendwo zwischen Fusion, Jazz und Hip-Hop.

„Ich glaube, nur mit dem Mut, bewusst in die Gefahr zu laufen, mit seiner Idee auch eventuell nicht den gewünschten Anklang zu bekommen, können echte Innovationen entstehen. Ich mag die Kombination von produzierter Musik à la Flying Lotus oder J Dilla mit den Live-Elementen, den Extremen und der Freiheit des Jazz.“

Live erinnert das, besonders im Call & Response mit dem oben genannten Rapper R.A.H., in den plötzlich explodierenden Momenten dann auch mal an die Anfangszeiten von The Roots. Eine sehr gute Basis für den weiten Weg nach oben, den Magro sicher noch gehen wird.

Text
Michael Rütten

Veröffentlicht am unter 141, Feature, Heft

Jazztage Dresden 2022