41: INNtöne Jazzfestival

J.D. AllenJ.D. AllenEs ist die insgesamt 41. Ausgabe vom INNtöne Jazzfestival und die 25. auf dem Buchmannhof von Festivalgründer und künstlerischen Leiter Paul Zauner in Oberösterreich unweit von Passau. Zauner kann also auf eine lange Tradition seines Festivals zurückblicken, das vor 40 Jahren als Jazzfestival Sigharting begann und über die Ortschaften Raab und Zell an der Pram 2002 auf dem Biobauernhof der Familie Zauner gelandet ist. Seitdem haben die INNtöne auch „Jazz am Bauernhof“ im Untertitel. Das Ambiente auf diesem mehr als 250 Jahre alten Vierseithof ist einmalig. Die Open-Air-Gastronomie wird atmosphärisch von den Hofgebäuden eingerahmt – legendär sind dort die Schnitzel und die Forellen, alles Bio natürlich, Vegetarisches und Veganes gibt es auch. Drum herum finden die Konzerte statt. Und selbst wenn im Festivalnamen das Wörtchen Jazz zu lesen ist, so ist der Sound, den man bei den INNtönen zu hören bekommt, längst nicht mehr nur Jazz, sondern auch vieles weitere, um die ästhetische Vielfallt und stilistische Diversität der aktuellen Musik von Heute einzufangen.

Nach fünf Jahren auf der Open-Air-Bühne, begründet durch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie, kehrt das Hauptprogramm der INNtöne 2026 vom 14. bis 16. August in die zum Konzertsaal umgebaute Scheune zurück. Dort werden unter anderem das italienische GONE Project mit Luigi Masciari (Gitarre), Gianluca Lusi (Saxofon) und Simone Zanchini (Akkordeon), ein unbegleitetes Klaviersolo mit dem polnischen Pianisten Krzysztof Kobyliński, das Trio Bleu um den österreichischen Trompeter Lorenz Raab, die Markus Stockhausen Group und das Duo Aki Takase und Daniel Erdmann zu hören sein. Hightlights auf der Scheunenbühne könnten die Konzerte mit dem Trio des afroamerikanischen Saxofonisten J.D. Allen am Samstag und der Sängerin Dee Alexander aus Chicago am Sonntag werden.

Wer die INNtöne kennt, weiß, dass sich auch im Rahmenprogramm Entdeckungen machen lassen – wie vielleicht das Duo Lisa Hofmaninger (Sopransaxofon, Bassklarinette) und Helmut Jasbar (Gitarre) mit seiner ästhetisch geradezu entgrenzten Improvisationsmusik, oder das Ensemble Jumping Jungle mit jungen Musiker/-innen aus Wien, das an allen drei Festivaltagen zeigen, wie experimentierfreudig und jugendlich Improvisationsmusik von Heute doch sein kann. Die Acts im St. Pigs Pub, dem früheren Schweinestall auf dem Buchmannhof, lassen die Ära der Jazzclubs im New Yorker Stadtteil Harlem aufleben, während das neue Konzertmodul Blue Horse Music Lab das INNtöne Jazzfestival in ein Versuchslabor umbaut. Ein Kinderprogramm rundet auch dieses Jahr das Festival ab, zudem werden zur Entspannung Yoga und Klangschalenmassage angeboten. Und wer mag, kann auf der Wiese neben dem Buchmannhof sein Wohnmobil oder Zelt aufstellen, um in direkter Festivalnachbarschaft zu übernachten.

Weiterführende Links
INNtöne Jazzfestival

Text
Martin Laurentius
Foto
Artist

Veröffentlicht am unter News

Theaterhaus Jazztage 2026