Rebekka Bakken (Foto: Felix Broede)Das vom Saarbrücker Schlagzeuger und Hochschulprofessur Oliver Strauch initiierte fill in – International Jazz Festival Saar geht in die vierte Runde. Vergangenen Freitag hat Strauch auf einer Pressekonferenz in Saarbrücken das Programm das Hauptfestivals vom 26. bis 28. Juni ebenso vorgestellt wie das der „Beiboote“, die drum herum ins Wasser gelassen werden. Vor allem wies er darauf hin, dass dieses noch junge Jazzfestival in diesem Jahr erneut als Leuchtturm durch das Wirtschaftsministerium des Saarlandes mit einer Summe in Höhe von 250.000 Euro gefördert wird, um den Tourismus im Saarland zu flankieren. „Das ist wie ein Geschenk“, so die Geschäftsführerin des für dieses Festival verantworltichen K8 Instituts, Julia Hartnik, während Strauch darauf verweist: „Wir wollen in die Breite gehen, nicht in die Nische. Wir wollen stärker ins Land strahlen.“
Die Befürchtung, dass für das Saarbrücker E-Werk aus kommerziellen Überlegungen heraus ein Programm entstanden ist, bewahrheitet sich indes nicht. Den Anfang macht der französische Pianist Grégory Privat mit seinem Trio und einer karibisch-europäisch geprägten, lyrisch-melodischen Improvisationsmusik, gefolgt vom gefühlvollen Soul des italienischen Crooners Mario Biondi. Ein Highlight der vierten Festivalausgabe verspricht das Solokonzert der norwegischen Sängerin Rebekka Bakken am Samstag zu werden, während die schwedische Band Louisiana Avenue den Sound des Mardi Gras’ aus New Orleans in den Sommer Saarbrückens verlegen will. Den Schlusspunkt hinter das diesjährige fill in – International Jazz Festival Saar setzen dann am Festivalsonntag der spanische Saxofonist Antonio Lizana mit seinem Nuevo Flamenco und die US-amerikanischen Jazz-Fusion-Recken von The Yellowjackets.
Yellowjackets (Foto Roberto Cifarelli)Und dann gibt es noch die verschiedenen Seitenstränge des Festivals. Da ist fill in Avenue am 8. Mai, das als Straßenfest in Saarbrückens Quartier Eurobahnhof den Jazz in all seinen Facetten feiern will. Da wird am 25. Juni der Saarbrücker St. Johann Markt zur Open-Air-Bühne für Studierende der Jazzabteilung an der Hochschule für Musik Saar – auch als Intro für das am folgenden Tag beginnende Hauptfestival. Da verwandelt fill in Bostalsee am 31. Juli und 1. August das Strandbad Gonnesweiler in einen Ort für Swing und Groove. Zudem sind die fill-in-Macher/-innen auch dieses Jahr wieder verantwortlich für das Programm von „Jazz in den Ministergärten“ in der saarländischen Landesvertretung in Berlin, während man am 24. Oktober zum zweiten Mal nach St. Ingbert geht, um dort ein Konzert mit der italienischen Pianistin und Sängerin Francesca Tandoi zu ermöglichen.