Jazzpreis BW: Jakob Manz

Jakob ManzJakob ManzSeit 1985 gibt es den „Jazzpreis Baden-Württemberg“, der jährlich an eine Musikerin oder einen Musiker verliehen wird, die nicht älter als 35 Jahre sind und deren künstlerisches Schaffen eng mit diesem Bundesland im Südwesten Deutschlands verbunden ist. Nach dem Gitarristen Christoph Neuhaus 2021, der Sängerin Franziska Ameli Schuster 2020 und der Pianistin Olivia Trummer 2019 darf sich in diesem Jahr der gerade einmal 20 Jahre alte Saxofonist Jakob Manz über den mit 15.000 Euro dotierten Preis freuen. Manz, 2001 in Dettingen geboren, war 2016 jüngstes Mitglied im Bundesjazzorchester und wurde 2018 Jungstudent bei Christian Weidner an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. 2020 erschien sein Debütalbum „Natural Energy“, am 25. März wird der Nachfolger veröffentlicht, das im Duo mit der Pianistin Johanna Summer aufgenommene Live-Album „The Gallery Concert“ (beide: ACT/edel).

„Wer Jakob Manz auf der Bühne erlebt, ist fasziniert von seiner Energie und Spielfreude“, so die Kunststaatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Petra Olschowski. „Er begeistert durch eine erstaunliche Musikalität, hat einen besonderen, klaren Ton und beherrscht mit beeindruckender Gelassenheit das volle Spektrum seines Instruments. Durch seine intensive Konzerttätigkeit, auch außerhalb Europas, kann er bereits auf außergewöhnlich vielfältige Erfahrungen zurückblicken.“ Der Trompeter Thomas Siffling fasst die Meinung der Jury zusammen: „Jung – dynamisch – aufstrebend und mit einer klaren musikalischen Vision. So könnte man den diesjährigen Preisträger wohl am besten charakterisieren. Sein sehr reifes, ausgeprägtes und charakterstarkes Saxofonspiel, die kompositorische Finesse seiner Arrangements für The Jakob Manz Project und seine Präsenz in der hiesigen Jazzszene haben die Jury überzeugt.“ Preisverleihung und Preisträgerkonzert finden am 23. Oktober im Theaterhaus Stuttgart statt.

Weiterführende Links
„Jazzpreis Baden-Württemberg“

Text
Stefan Franzen, Martin Laurentius & Rolf Thomas

Foto
Thomas Kiehl

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