Jimi TenorJimi TenorDie Alte Feuerwache und das Kulturamt Mannheim haben unter dem Namen „Planet Ears“ eine neue Veranstaltungsreihe erarbeitet, die die progressiven Entwicklungen in der globalen Musikszene zeigen will. Vom 12. bis 22. September gehen 16 Konzerte über die Bühnen, in der Erstausgabe liegt der Schwerpunkt auf der arabischen Musik. „Klänge, die weit über das hinausgehen, was üblicherweise als ‚Weltmusik‘ vermarktet wird – jung, experimentell und am Puls der Zeit“, so umreißen die Veranstalter ihr Konzept. Dafür kommen viele internationale Gäste nach Mannheim, aber auch die lokale Szene des Mannheimer Mikrokosmos ist fester Bestandteil von „Planet Ears“.

Einige der Acts: 47soul aus Palästina präsentieren ihren Shamstep, während mit Lekhfa aus Ägypten eine andere alternative Spielart arabischer Musik mit Shâabi- und Psychedelia-Anteilen vorgestellt wird. Auch Mourtafa3 1000 aus dem Libanon sind mit elektro-akustischen Klanglandschaften dabei, und mit der Marokkanerin Oum kommt das traditionellerer orientierte Publikum auf seine Kosten. Rabih Beaini und Shkoon zählen zu den Kreativköpfen, die von Deutschland aus mit arabischen Farben arbeiten. Doch das Spektrum umfasst auch andere Erdteile: Jimi Tenor pflegt seine finnische Spielart des Afrobeat, der Ex-Mannheimer Elias Agogo aus Montréal legt ein globales Tanz-Set auf die Bretter und die polnisch-türkisch-deutsche Band Mahlukat repräsentiert die multikulturellen Stärken Mannheims. Ergänzt wird das Konzertprogramm durch drei Gespräche zum Thema „Globale Musikkultur“.

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„Planet Ears“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Astrid

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