Bei Stadtrauschen in Köln: Mariana SadovskaMariana SadovskaUnter dem fantasievollen Namen „Post-Colonial(es) Stadtrauschen“ veranstaltet Alba Kultur am 19. September in Köln einen Musiktag mit fünf eigens zu diesem Anlass geschaffenen Werken. Laut eigener Auskunft ist das Ziel, „auf künstlerisch-ästhetische und forschend-kreative Weise in Köln lebende Musiker der Szene Globaler Musik mit bedeutenden Aspekten und Themen Kölner Musiktraditionen“ zu verbinden. Die fünf Uraufführungen kommen denn auch aus sehr verschiedenen Kontexten. Zu hören sein wird der italienische Jazzmusiker Alessandro Palmitessa, der über 2000 Jahre hinweg eine Brücke von römisch geprägten Klanglandschaften zum heutigen Köln schlägt. Ebenso ist die persischstämmige Sängerin Maryam Akhondy mit ihrer Frauenband Banu am Start: Sie kündigen Vertonungen der „Alltagskatastrophen der rheinischen Metropole“ an.

Die Komponistin und Sängerin Mariana Sadovska hat ukrainische Wurzeln und verknüpft traditionelle Musik mit der Klangsprache Karlheinz Stockhausens und Mauricio Kagels. Auf die Suche nach dem tropischen Lebensgefühl Kölns geht die Posaunistin Pia Miranda mit der Band Gusto Delicado unter dem Titel „Veedel Brasileiro“. Ernst hingegen ist das Thema des aus dem Irak nach Köln gekommenen Komponisten, Sängers und Perkussionisten Saad Thamir: Er beschäftigt sich auf musikalische Art mit den rheinischen Totenkulten.

Weiterführende Links:
„Post-Colonial(es) Stadtrauschen“

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Eberhard Weible

Veröffentlicht am unter News