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Charles LloydFeiert am 15. März seinen 75. Geburtstag: Charles LloydMitte der 1950er-Jahre tauchte der Saxofonist mit einem roten Porsche in Kalifornien auf, zehn Jahre später war er der Pop-Star des Jazz. Der junge Keith Jarrett war sein Pianist, er machte Michel Petrucciani auf den großen Bühnen des Jazz bekannt, mit der Parole „I want to call my brothers and sisters home“ trat Charles Lloyd Anfang der 1990er-Jahre sein Comeback nach schwerer Krankheit an. „Hagar’s Song“ heißt seine neue Duo-CD mit dem Pianisten Jason Moran, die jetzt pünktlich zu seinem Geburtstag erscheint: Am 15. März wird Lloyd 75 Jahre alt.

Für Lloyd ist es nicht wichtig, wo man geboren wird, sondern was man aus der Gabe macht, die man hat. „Natürlich bin ich stolz darauf, im Süden von Memphis aufgewachsen zu sein. Mit diesen herzzerreißenden, einzigartigen Sounds, aber ebenso liebe ich Bartók, Chopin und indische Musik.“ Lloyd hat alle asiatischen Religionen studiert, seine Großmutter lehrte ihn die heiligen Dinge der Hopi-Indianer. Er schwärmt von der Schönheit in der Musik, mit der er aufwuchs. Lester Young, Billie Holiday, Charlie Parker, John Coltrane und Duke Ellington – das sind seine Helden und Heiligen. Lloyd erinnert sich auch gerne daran, dass John Lennon auf einer der letzten Pressekonferenzen der Beatles mit einem Hut auftrat, an dem er ein Schild mit Lloyds Namen trug. Als Miles Davis in halbvollen Clubs spielte, und Hendrix, Sly Stone und James Brown die angesagten schwarzen Künstler waren, hatte auch Lloyd bereits ein großes Publikum.

Lloyd fühlt sich auch heute noch auf einer Mission. „Als ich jung war, wollte ich die Welt durch meine Musik verändern“, sagt er, „als ich dann das Quartett mit Keith Jarrett hatte, merkte ich, dass ich nicht die ganze Welt ändern kann, sondern bestenfalls mich selbst. Vielleicht könnte man dadurch ein Beispiel geben. Aber die Veränderung muss bei dir selbst anfangen.“ Sein Pianist Moran, der auch künstlerischer Leiter des Jazzprogramms am Kennedy Center in der amerikanischen Hauptstadt ist, hat Lloyd für den 22. März nun zu einem exklusiven Geburtstagskonzert im Kennedy Center eingeladen. Mit dabei sind neben Lloyd und Moran, Zakir Hussain, Reuben Rogers, Sokratis Sinopoulos, Eric Harland, Alicia Hall Moran und Maria Farantouri.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Veröffentlicht am unter News
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