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James CarterBeim 37. Internationalen Jazzfestival in Bern: James CarterHans Zurbrügg erinnert sich gern an seine Anfänge – und daran, was 1961 noch Jazz war. Es sei nie nur eine Musik gewesen, sondern auch eine Philosophie. Eine Vision, das Leben zu meistern. Der Jazz brauche nicht nur ein jüngeres Publikum sondern auch junge Musiker, die sich mit der Tradition des Jazz auskennen und sie aus sich heraus erneuern, sagt der jazzbegeisterte Amateurmusiker und Hotelier. Jazzhochschulen, die den Musikern raten, die Tradition zugunsten eigener Kompositionen zu vernachlässigen, würden in eine Sackgasse führen. Mit Wynton Marsalis habe er kürzlich eine intensivere Zusammenarbeit verabredet, junge Musiker müssten auch eine Möglichkeit vor Augen haben, ein regelmäßiges Einkommen mit ihrer Kunst er erzielen. Dafür brauche es Clubs, die Gagen zahlen können.

Schon vor langer Zeit ist der Hotelier Zurbrügg mit seinem Internationalen Jazzfestival Bern in den hauseigenen Club Marians Jazzroom umgezogen. In den Clubs wurde der Jazz geboren und dort werde er auch erneuert, so Zurbrügg. 1.000 „Members“ habe Zurbrügg gewinnen können, die jeweils 400 Franken pro Jahr zahlen. Damit könne er schon mal das Honorar für die wöchentlichen Clubkonzerte sichern. Für das zehnwöchige Jazzfestival hat der heute 68-jährige Jazzfan zusammen mit seiner Frau und seinem Sohn eine finanzkräftige Sponsorenriege im Boot. Neben zwei großen Konzerten im Stadttheater Bern am 17. März mit dem Anat Cohen Quartet und dem Benny Green Trio und am 19. Mai mit Manhattan Transfer finden alle Konzerte im exklusiven Club von Zurbrüggs einzigartigem Jazzthemen-Hotel Innere Enge statt. 148 Zuhörer finden dort Platz, pro Abend gibt es je zwei Sets, die Künstler sind jeweils für fünf Tage pro Woche gebucht, darunter auch Steve Coleman & Five Elements, James Carter Organ Trio und Monty Alexander sogar mit zwei verschiedenen Programmen. Zusätzlich gibt es im Festivalzelt vor dem Hotel vom 3. April bis 18. Mai Konzerte von Studierenden der New Yorker New School For Jazz And Contemporary Music, die Zurbrügg nach Bern eingeladen hat, um erste praktische Erfahrungen in Rahmen eines internationalen Jazzfestivals machen zu können.

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Vincent Soyez

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