Album: Valtteri Laurell plays J Dilla

Valtteri Laurell Won't DoValtteri Laurell „Won’t Do“Pünktlich zum 20. Todestag des US-amerikanischen HipHop-Musikers und Produzenten J Dilla erscheint am 10. Februar die digitale Single „Won’t Do“. Es ist die Interpretation eines Dilla-Titels von dessen posthum erschienenen Album „The Shining“ (BBE) durch den finnischen Musiker Valtteri Laurell und der 17-köpfigen Ricky-Tick Big Band. Der Song ist ein Feature für Flötistin Elena Pinderhughes, die bereits mit Herbie Hancock, Common und Esperanza Spalding spielte, und zugleich Vorbote des Albums „Visions Of Dilla“, auf dem die findigen Finnen mit Liebe und Respekt dem Gesamtwerk des revolutionären HipHop-Produzenten auf den Leib rücken.

Der 2006 im Alter von nur 32 Jahren verstorbene James Dewitt Yancey (auch: Jay Dee) begann seine Karriere als Teil der Rap-Formation Slum Village. Viele seiner frühen Arbeiten erschienen auf dem Kölner Label Groove Attack, seine berühmtesten Werke, darunter die Kollaboration „Champion Sound“ (2003) mit Madlib auf dem US-Label Stones Throw. Stilbildend war sein Umgang mit dem Sample-Drumcomputer MPC 2000: Unter Umgehung der Quantisierungsfunktion entlockte er der Maschine einen beispiellosen menschlichen Faktor. Unrunde Beats, waghalsige Loops, kühn geflippte Samples und endlose Imagination wurden zu seiner persönlichen Signatur. Das T-Shirt mit dem Schriftzug „J Dilla Changed My Life“ war für eine Weile bei HipHop-Konzerten allgegenwärtig. Bis heute bereitet es jungen Musikerinnen und Musikern Freude, Dillas Tracks auf ihre eigene Instrumental-Besetzung zurück zu übersetzen. „Vision Of Dilla“ von Valtteri Laurel und der Ricky-Tick Big Band steht in dieser Tradition, das Album erscheint am 22. Mai.

Weiterführende LInks
„Vision Of Dilla“

Text
Eric Mandel

Veröffentlicht am unter News

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