Neue Leitung: UMO Jazz Orchestra

Ville VannemaaVille VannemaaMit seiner aktuellen Spielzeit 2025/26 feiert das finnische UMO Jazz Orchestra seinen 50. Geburtstag. Ausgeschrieben heißt das Akronym UMO im Finnischen „Uuden Musiikin Orkesteri“, ins Deutsche übersetzt bedeutet das so viel wie „Orchester Neuer Musik“. Gegründet wurde es 1975 unter anderen vom Pianisten Heikki Sarmanto, seit 1984 wird es finanziert durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Finnlands, durch das finnische Kulturministerium und die Hauptstadt Helsinki, wo es auch seinen Sitz hat. In seiner 50-jährigen Geschichte spielte das UMO Jazz Orchestra zahlreiche Tourneen in Europa und den USA, oftmals hatte man prominente Gastsolisten mit auf der Bühne – wie zum Beispiel Thad Jones, Mel Lewis, Dizzy Gillespie, Muhal Richard Abrams, McCoy Tyner, Michael Brecker, John Scofield, Tomasz Stańko, Gregory Porter oder Roberta Gambarini. Verschiedene Bandleader verantworteten die Programme des UMO Jazz Orchestra, zuletzt der seit langem in Europa lebende, gebürtige Chicagoan Ed Partyka.

Im Herbst dieses Jahr beginnt für das UMO Jazz Orchestra eine neue Phase. Dann wird die künstlerische Leitung dieses renommierten Orchesters aus Finnland in die Hände eines Trios gelegt. Chefdirigent wird bis 2029 der finnische Saxofonist Ville Vannemaa, die Funktion des „Artist in Residence“ übernimmt bis 2028 der US-amerikanische Sänger Michael Mayo, während die estnisch-finnische Sängerin Bianca Rantala ein dreiviertel Jahr lang die Stelle der „Composer in Residence“ besetzt. „Seitdem ich als Teenager mit dem Saxofonspielen begann, hat das UMO einen besonderen Platz in meinem Herzen“, so Vannemaa. „Ich erinnere mich gut, wie ich Anfang der 2000er im Publikum vom UMO Jazz House in der Pursimiehenkatu in Helsinki saß und dachte, dieses Orchester sei etwas ganz Besonderes. Damals ahnte ich noch nicht, dass ich irgendwann selbst im Saxofonsatz sitzen, Musik für diese wunderbaren Musiker/-innen arrangieren und komponieren und schließlich als Dirigent diesem Orchester vorstehen würde.“

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UMO Jazz Orchestra

Text
Martin Laurentius
Foto
Teemu Mattsson

Veröffentlicht am unter News

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