Allein das neunminütige „Rain“ (es ist das längste Stück des Albums) ist schon das ganze Geld wert, das „Circles“ die Schweizer Akkordeonistin Lea Gasser und ihr Quintett kostet. Es beginnt mit einem Akkordeonsolo von Gasser, bei dem sie ihr Instrument klingen lässt, als ob es unter Wasser gespielt wird, und steigert sich dann bis zu einem furiosen Saxofonsolo von Samuel Urscheler, begleitet von der ganzen Band. Die preisgekrönte Gasser ist auch in anderen Formationen, etwa dem Tzupati Orchestra und dem Pendula Ensemble, zu hören und schreibt außerdem für Film und Theater. Aber es ist dieses Quintett, das sie vor fünf Jahren gegründet hat, in dem sie ihre ganze Klasse ausspielen kann. Mit ihm verbindet sie zauberhafte Melodien und halsbrecherische Rhythmik mit Elementen aus Folklore, Jazz und Neuer Musik. Auf „Circles“ kommt noch die Sängerin Sibyl Hofstetter hinzu.
Text
Rolf Thomas
Ausgabe
, Jazz thing 161
Veröffentlicht am 19. Jan 2026 um 07:59 Uhr unter Reviews
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