Jazzstipendium Frankfurt: Finn Heine

Finn HeineFinn HeineSeit 1991 vergibt die Stadt Frankfurt am Main ihr Jazzstipendium, das mittlerweile mit 10.000 Euro dotiert ist. Erste Stipendiatin war die Saxofonistin Corinna Danzer, auf sie folgten unter anderem der Vibrafonist Christopher Dell, der Schlagzeuger Sebastian Merk, die Pianistin Yelena Jurayeva, der Gitarrist Max Clouth und zuletzt eine Tripple-Vergabe für 2024 und ’25 an den Gitarristen Martin Lejeune, die Schlagzeugerin Imogen Gleichauf und den Posaunisten Enrique Heil. Am Eröffnungsabend des diesjährigen Deutschen Jazzfestivals in Frankfurt wurde der Stipendiat 2026 bekannt gegeben: der Gitarrist Finn Heine.

Ausgelobt wurde das Jazzstipendium in diesem Jahr für Musiker:innen, die sich mit ihren Ensembleprojekten und einer eigenen künstlerischen Konzeption längerfristig in Frankfurt etablieren möchten. Die Wahl der Jury fiel auf den 2002 in Frankfurt geborenen Heine, der an der Musikschule Frankfurt und am Dr. Hoch’s Konservatorium ausgebildet wurde und unter anderem Mitglied im Bundesjazzorchester war. Als Komponist für Bigband und Jazzorchester ist er Autodidakt, der aber bereits am Nachwuchsprogramm der WDR Big Band teilnahm und mit seinem eigenen Traumfabrik Jazzorchester ein fundiertes Handwerk zeigt, mit dem er zeitgenössische Strömungen im großformatigen Jazz eine Plattform gibt. Zudem organisiert er seit 2025 für die Jazz Initiative Frankfurt eine Programmreihe mit Nachwuchskünstler:innen.

„Finn Heine überzeugte uns durch seine klar formulierte künstlerische Idee und seine schon jetzt herausragenden Bigband-Kompositionen und -Arrangements“, so der künstlerische Leiter des Deutschen Jazzfestivals, der Journalist Jürgen Schwab, im Namen der Jury. „Es ist beeindruckend, mit welcher Reife und Energie junge Talente wie Finn Heine die Frankfurter Jazztradition weitertragen“, fügt Corinna Danzer als Jurymitglied hinzu: „Finn Heines Projekt hat das Potenzial, Impulse zu setzen, die weit in die Jazzszene hineinwirken.“ Und Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig sagt: „Es freut mich sehr, dass die Jury in diesem Jahr Finn Heine ausgewählt hat. Bereits in jungen Jahren ist er ein fester Bestandteil der lebendigen Jazzszene in Frankfurt.“

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Jazzstipendium Frankfurt

Text
Martin Laurentius
Foto
Alexandros Athanasiou

Veröffentlicht am unter News

Ingolstädter Jazztage