Zwei Konzerte in Deutschland: Kamasi WashingtonKamasi Washington

In den USA wird der 35-jährige Tenorsaxofonist für die auch dort darbende und alternde Jazzszene geradezu als Heilsbringer gefeiert. Ob Kamasi Washington tatsächlich diese Erwartungen erfüllen kann, sei dahingestellt. Doch mit seiner im vergangenen Jahr veröffentlichten, üppig mit zehnköpfiger Band plus Streicher und Chor aufgenommenen Dreier-CD „The Epic“ (Brainfeeder/Rough Trade) hat er etwas in den Jazz zurückgebracht, das in dieser Form so lange nicht mehr zu hören war: hymnische Spiritualität und emotionale Expressivität. Das ließ auch hierzulande zuerst die Kritiker aufhorchen („Hin und wieder begegnet einem unerwartet ein Meisterwerk. ,The Epic‘ ist eines“, so die „Süddeutsche Zeitung“), bevor sich das Publikum von den Qualitäten dieses Tenorsaxofonisten aus Los Angeles selbst überzeugt hat.

Das Album „The Epic“ ist eine Besinnung auf die Geschichte des modernen Jazz der USA: Tonal offene Quartakkorde sind oft Washingtons Referenz in die 1960er-Jahre. Dabei ist Swing nur als Puls zu erahnen, während sich die Themen und Melodien in der Regel auf das Hier und Jetzt der Popmusik beziehen, auf R&B, HipHop und Soul. Dafür, dass Washington eine stilistisch so ungebundene Jazzmusik spielt, gibt es einen Grund: Seine Heimatstadt Los Angeles ist selten im Fokus der Jazzöffentlichkeit, der Saxofonist konnte also frei von Zwängen seinen Weg im Jazz finden. Zudem sorgte er durch seine Mitarbeit bei Kendrick Lamars „Grammy“-ausgezeichnetem Album „To Pimp A Butterfly“ auch außerhalb des Jazz für Aufsehen.

Seine stilistische Offenheit zeigt sich natürlich auch bei den vielen Konzerten, die Washington mit seiner Band in den vergangenen Monaten überall auf der Welt gespielt hat. Im August kehrt er nun für zwei exklusive Liveauftritte nach Deutschland zurück: am 16. in das Berliner Astra Kulturhaus und am 17. August Open Air im Hamburger Stadtpark. Für diese beiden Konzerte verlosen wir 2×2 Eintrittskarten. Schickt uns dafür bitte bis zum 21. Juli eine E-Mail an redaktion@jazzthing.de – mit eurem Wunschtermin und ein paar Sätzen über unsere wöchentlichen Jazz thing News. Viel Erfolg!

Weiterführende Links
Kamasi Washington
Kamasi Washington auf kj.de

Text
Christian Broecking, Stefan Franzen & Martin Laurentius

Foto
Mike Park

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1 Kommentar zu „Live-Tipp: Kamasi Washington & Ticketverlosung“

  1. Er ist der Größte!

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