Das Kreuzberger XJAZZ-Festival geht in eine neue Runde: Vom 8. bis zum 12. Mai finden rund um den U-Bahnhof Schlesisches Tor in Berlin wieder unzählige Konzerte statt, die bewusst Kontraste zu „herkömmlichen“ Jazzfestivals setzen, indem auch Musiker aus angrenzenden Bereichen – Singer-Songwriter, elektronische Musik, Soul, HipHop, Neue Musik – das Programm prägen.

Der Platz reicht bei Weitem nicht, um sämtliche Acts aufzuzählen, die beim XJAZZ zu sehen und zu hören sein werden, aber mit etlichen Highlights können wir aufwarten.

Web Web
HipHop-Einflüsse sind bei der britischen Songwriterin Kate Tempest allgegenwärtig, das Quartett Axiom des deutschen Schlagzeugers Dejan Terzic wartet dagegen tatsächlich mit Jazz auf. Am Donnerstag hat man die Möglichkeit, die britische Afrobeat-Truppe Kokoroko und den kanadischen Eigenbrötler Mocky zu erleben. Die deutsche Retro-Band Web Web tut sich mit HipHop-Legende Max Herre zusammen, Punkt.Vrt.Plastik mit der famosen Kaja Draksler stehen für die Berliner Avantgarde.

Rolf Kühn Quartett (Foto: Harald Hoffmann)
Am Freitag gibt sich die Klarinettenlegende und Berliner Institution Rolf Kühn mit seinem Quartett die Ehre, The Bad Plus und Rymden präsentieren den aktuellen Stand in Sachen Klaviertrio, und der norwegische Saxofonist Marius Neset spielt im eleganten Hotel Orania. Außerdem zu erleben: der Berliner Pianist Arnold Kasar, das Duo Haberkamp/Wulff und Soulsängerin Nneka.

Nneka (Foto: Patrice Bart-Williams)
Mit der Bassistin Kinga Głyk kommt der junge Superstar des polnischen Jazz nach Berlin, außerdem sind am Samstag das Trio der Harfenistin Kathrin Pechlof, Londons Geheimtipp Hejira, der israelische Gitarrist Gilad Hekselman und die Londoner Funk-Großmacht Nubiyan Twist zu erleben – bei deren Konzert im Bi Nuu wird’s garantiert voll!

Wer möchte, kann stattdessen in den Fluxbau ausweichen, wo die Mauskovic Dance Band eine ähnlich explosive Mischung aus Cumbia, afrokaribischen Rhythmen und „Space Disco“ anbieten will – die Band des Amsterdamer Produzenten und Musikers Nicola Mauskovic hat dabei nur ein Ziel: Sie will ihr Publikum zum Tanzen kriegen! Das Ishmael Ensemble aus Bristol bietet im Privatclub eine weitere Alternative: Die Band des Multiinstrumentalisten und DJs Pete Cunningham lotet die losen Enden von Ambient und Electronica aus.

Max Herre
Wer die Samstagnacht heil überstanden hat, kann dann am Sonntag in der Emmauskirche am Lausitzer Platz das XJAZZ 2019 ausklingen lassen: Der deutsche Produzent und DJ Acid Pauli hat sich für eine ruhige, verträumte Musik mit dem norwegischen Vibrafonisten Karl Ivar Refseth zusammengetan.

Weitere Infos auf xjazz.net

Foto
Harald Hoffmann, Patrice Bart-Williams

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