Toumani Diabaté – Kôrôlén

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Jazz thing präsentiert

moers festival 2021

Ein äußerst seltenes Jubiläum feiert das mœrs festival in diesem Jahr, denn zum ersten Mal fand das Festival im Jahr 1972 statt, was bedeutet, dass die diesjährige Ausgabe – wie immer an Pfingsten, also vom 21. bis zum 24. Mai – die 50. ist.

Tim Isfort (Foto: Helmut Berns)

Das letztjährige Fes­tival war eines der wenigen, das tatsächlich stattfand und den Fans an den Bildschirmen reichlich Gelegenheit zur Interaktion bot. Für die 50. Ausgabe haben sich die Organisatoren und der künstlerische Leiter Tim Isfort noch viel mehr überlegt. Zum ersten Mal soll es zwei Hauptbühnen geben, und der Schlosspark, einst Herz des Festivals, wird großflächig bespielt und bietet auch den beliebten Marktständen reichlich Platz und Distanz.

Das Programm behält die Balance zwischen exklusiven Projekten, Grenzgängern, Unerhörtem und international bekannten Improvisatoren. Der norwegische Schlagzeuger Paal Nilssen-Love mixt Skandinavier mit Äthiopiern und Brasilianern zur kochenden Large Unit. Bereits im letzten Jahr waren die US-Anarchos Lightning Bolt geplant, die hoffentlich in diesem Jahr ausreisen dürfen.

Horse Lords

Seit Jahren gibt sich das Festival sehr frankofil und kann 2021 mit den Ensembles La Tène und Onceim wahrhaft einzigartige Klangreisen versprechen. Zum zweiten Mal nach 2020 sind Werke des schwarzen US-Minimalisten Julius Eastman geplant, diesmal interpretiert von der Baltimorer Truppe Horse Lords.

Seit 2008 belebt jeweils ein Jahr lang ein Improviser in Residence das künstlerische Leben am Niederrhein, in diesem Jahr sind es sogar zwei, nämlich das New Yorker Duo Tali­bam! Für das Jubiläum kehren alle bisheri­gen Improviser nach Moers zurück – leider ohne die im letzten Jahr unerwartet verstorbene Sanne van Hek – und bilden ein aufregendes Orches­ter.

Sylvie Courvoisier Trio (Foto: Caroline Mardok)

Außerdem wird die schweizerische Pianistin Sylvie Courvoisier mit ihrem Trio nach Moers kommen. Zu Ticketinformationen und den vielen weiteren Programmpunkten sollte man dringend auf moers-festival.de schauen.

Foto
Helmut Berns, Caroline Mardok

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