Jazz thing präsentiert

Leipziger Jazztage 2019

„Zukunftsmusik“ lautet das Motto der diesjährigen Leipziger Jazztage vom 10. bis zum 19. Oktober – verortet irgendwo zwischen heutigen Jazzutopist/-innen und Pionier/-innen der Jazzgeschichte, zwischen Tradition und Innovation, zwischen Fortschrittsglauben und Science-Fiction, zwischen Utopie und der Landung auf dem Mond. „Wir wollen zeigen, dass vieles im Jazz noch Zukunftsmusik ist“, so die Veranstalter, „und dass Jazz nach wie vor eine Musik der Zukunft ist.“

Salomea

Am Abschlussabend im Opernhaus ist Ausnahmegitarrist John McLaughlin mit seiner Band The 4th Dimension (mit Gary Husband, Ranjit Barot und Etienne M‘Bappe) zu Gast. Eröffnet wird der Abend mit der Uraufführung des Projekts „Inseparable. Unteilbar“, einer eigens für die Leipziger Bigband Spielvereinigung Sued und den MDR-Rundfunkchor geschriebenen Komposition des amerikanischen Schlagzeugers John Hollenbeck mit einem Libretto von Nora Gomringer.

Niels Klein Tubes & Wires

Tubes & Wires, das genresprengende Quartett des Saxofonisten Niels Klein, eröffnet die 43. Leipziger Jazztage. Altsaxofonist Marshall Allen ist als Leiter des Sun Ra Arkestra zu Gast, Erika Stucky spielt zusammen mit FM Einheit, ehemals bei den Einstürzenden Neubauten. In den Nachtkonzerten werden Punkt.Vrt.Plastik, das Trio aus Kaja Draksler, Christian Lillinger und Petter Eldh, das Sextett Rocket Men, Salomea sowie Philipp Gropper’s Philm mit Robert Landfermann, Oliver Steidle und Elias Stemeseder zu erleben sein.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von ECM Records unterhält Jazz-thing-Fotograf Arne Reimer sich mit Michael Rausch, um sich dem „zweitschönsten Klang nach der Stille“ zu widmen.

Mette Henriette

Außerdem im Programm: Das Quartett des polnischen Saxofonisten Maciej Obara, das Andromeda Mega Express Orchestra aus Berlin, das Claudia Quintet von John Hollenbeck, die norwegische Saxofonistin Mette Henriette mit einem Trio aus Klavier und Cello, die Elektronikexperten Mouse on Mars, LIUN + The Science Fiction Band sowie das Ensemble Dark Star Safari – hier haben Jan Bang, Erik Honoré, Eivind Aarset und Samuel Rohrer sich zusammengetan.

Und wer sich schon vorher auf die Leipziger Jazztage einstimmen will: Bereits am 6. Oktober findet das sogenannte Kick-off-Konzert in der naTo statt. Das Berliner Kollektiv Brigade Futur III erzählt in seinen Liedern die Geschichten, die sich mit dem beschäftigen, was die Musiker auch persönlich angeht: Die Musik changiert zwischen frühem Duke Ellington, polyrhythmischen Überlagerungen und Post-2010er-HipHop, unter anderen mit Benjamin Weidekamp an Saxofon und Klarinetten.

Alle aktuellen Infos findet man bei www.jazzclub-leipzig.de.

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