Jazz thing präsentiert

Leipziger Jazztage

Bereits in der DDR wurden die Leipziger Jazztage gegründet, weshalb es in diesem Jahr schon zum 40-jährigen Jubiläum des Festivals kommt. Zur Jubiläumsausgabe vom 29. September bis zum 8. Oktober haben sich die Leipziger Jazztage das Motto „Schöne Künste“ gegeben, was auf die Verbindung vieler Konzerte mit anderen Künsten hinweisen soll.

Antonio Sanchez (Foto: Justin Bettman)

So spielt der Schlagzeuger Antonio Sanchez nicht nur mit seinem Projekt Migration, sondern wird auch ein Solokonzert mit den Tänzerinnen des Leipziger Balletts geben. Nik Bärtsch’s Mobile verbindet sich mit der Tänzerin Lisa Ramstein. Nora Gomringer, Schriftstellerin und Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015, wird zusammen mit dem Leipziger Schlagzeuger Philipp Scholz auftreten, und bei Daniel Erdmann & Samuel Rohrer, die zusammen mit Frank Möbus und Vincent Courtois spielen, wird sogar Jean Michael Hannecart mit Live-Malerei auf der Bühne stehen.

Nik Bärtsch's Mobile (Foto: Christian Senti)

„Wir wollen nicht nur ein konventionelles Festival sein, sondern immer auch eine Werkstatt“, sagt Geschäftsführer und Festivalleiter Stefan Heilig. Dafür stehen auch die anderen Projekte, die für dieses Festival ins Leben gerufen wurden. Das Julia Hülsmann Quartet wird mit Theo Bleckmann Lyrik aus vier Jahrhunderten vertonen, die Rolf Kühn Unit wird sich mit dem neuen Trio von Rolf Kühns Bruder Joachim sowie mit Tomasz Stanko und Asja Valcic verbünden, und der norwegische Pianist Ketil Bjørnstad präsentiert sein Projekt „Images/Edvard Munch“.

Aber natürlich gibt es auch noch eine Menge „normaler“ Konzerte. The Bad Plus sowie Onom Ageno and the Disco Jumpers stehen für die rustikale, zugewandte Seite von Jazz und jazzverwandter Musik. Der Nachwuchs wird vertreten durch die junge Sängerin Natalia Mateo, die mit ihrem Debüt auf ACT für Aufsehen sorgte, und durch Florian Kästners Berlin Calling Quartet.

Meshell NdegeocelloRückschau auf seine Karriere hält der Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer, sein Projekt „Vor der Mauer – nach der Mauer“ featuret unter anderen Friedrich Schönfelder, Julia Kadel und Walburga Walde. Mit Kurt Rosenwinkel ist ein großer amerikanischer Gitarrist in Leipzig zu Gast, ebenfalls aus den USA kommt Meshell Ndegeocello mit ihrer Band. Einen ganz großen Auftritt will der Pianist Michael Wollny mit seiner Begleiterin Tamar Halperin hinlegen: Zusammen mit der hr-Bigband präsentieren sie das Programm „Wunderkammer XXL“.

Auch in diesem Jahr wird der mit 6.500 Euro dotierte Leipziger Jazznachwuchspreis der Marion-Ermer-Stiftung auf dem Festival mit anschließendem Preisträgerkonzert vergeben. Preisträger ist der Kontrabassist Robert Lucaciu, der mit seiner Band Plot auftreten wird. Dr. Bert Noglik hält die Laudatio.

Michael Wollny & Tamar Halperin (Foto: ACT Music & Vision)

Und dann gibt es natürlich noch die kleinen, feinen Konzerte, die nicht unbedingt immer leise ausfallen müssen. Drum ‚n‘ Bass im wahren Sinne des Wortes präsentieren Zach Danziger und Owen Biddle – beim Duo des „Ocean’s 11/12/13″-Komponisten und des früheren The-Roots-Bassisten geht es sicher zur Sache. Stefan Rusconi & Tobias Preisig stehen ebenfalls für die Kunst des Duos, bei der es nicht nur kammermusikalisch zugeht. Schließlich wäre da noch das hochgelobte Trio aus Tord Gustavsen, der famosen Sängerin Simin Tander und dem Perkussionisten Jarle Vespestad – mehr als genug Gründe, um im Herbst nach Leipzig zu fahren.

Weiterführende Links:
Leipziger Jazztage 2016

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