Bezau Beats 2018

Jazz thing präsentiert

JazzOpen Stuttgart 2018

In der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg wird traditionell geklotzt und nicht gekleckert, wenn die Jazz Open Stuttgart ihre Pforten öffnet – in diesem Jahr vom 12. bis 22. Juli.

Gleich zu Beginn werden die Kühn-Brüder Rolf und Joachim mit der German Jazz Trophy geehrt, und der amerikanische Pianist Jason Moran kommt mit seinem Bandwagon.

Michael Wollny Trio (Foto: joergsteinmetz.com)

Amerikanische Starpower prägt dann auch den Freitag, den 13.: Gregory Porter gibt sein Gastspiel, Christian McBride’s New Jawn (siehe Jazz thing 121) spielt – in seinem Vorprogramm gibt sich Meshell Ndegeocello die Ehre –, und schließlich macht Indra Rios-Moore das illustre Quartett komplett. Fusion-Freunde halten den Bassisten Stanley Clarke in Ehren und sind sicher auch auf seine neue Band gespannt, Michael Wollny spielt mit seinem Trio (für ihn eröffnet Younee), und Crooner Alan Harris ist zu später Stunde im Bix Jazzclub zu erleben – das alles am Samstag, dem 14. Juli.

David Helbock's RandomControl (Foto: Hansjörg Helbock)

Anlässlich des Fußball-WM-Finales in Russland fällt das Programm am anschließenden Sonntag fast komplett aus. Saxofonist Chico Freeman spielt um 21 Uhr, um mit den Gewinnern zu feiern und dem Vizeweltmeister Trost zu spenden. Freunde und Weggefährten verneigen sich bei den „Tears for Esbjörn“ einmal mehr vor Esbjörn Svensson, ansonsten sind David Helbock’s Random Control und Pat Metheny am Montag zu sehen und zu hören.

Omer Avital (Foto: Roberto Cifarelli)

Am Dienstag muss man sich dann zwischen Till Brönner im Alten Schloss, Gogo Penguin im Spardawelt Erlebniscenter und Marcus Miller in der Scala Ludwigsburg entscheiden. Die britische Acid-Jazz-Legende Jamiroquai und der israelische Bassist Omer Avital prägen den Mittwoch, bevor am Donnerstag Jamie Cullum und Joss Stone über die Vorherrschaft am Mikrofon streiten, Twana Rhodes aus Texas hält sich raus und singt lieber im Bix.

Jason Moran (Clay Patrick McBride)

Ob es noch Karten für den Gig von Kraftwerk am anschließenden Freitag gibt, ist ungewiss – man kann sich aber auch Laura Pergolizzi aus New York in der Scala, Echoes of Swing im Bix oder Wolfgang Dauner in der Domkirche St. Eberhard zu Gemüte führen.

Ein spektakuläres Doppelkonzert ist dann am Schlusswochenende auf dem Schlossplatz zu erleben: Retro-Rocker Lenny Kravitz und Neo-Blueser Gary Clark Jr. wollen der Menge einheizen.

Den würdigen Schlusspunkt setzen vier Lokalmatadore, die mit ihren Hits aus 29 Jahren Bandgeschichte am Sonntag das Finale auf dem Schlossplatz bestreiten: Die Fantastischen Vier haben aber auch ein neues Album im Gepäck – das heißt „Captain Fantastic“ und wird sich zum Zeitpunkt des Konzerts sicher bereits das eine oder andere Mal verkauft haben.

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JazzOpen Stuttgart 2018

Foto
joergsteinmetz.com, Hansjörg Helbock, Roberto Cifarelli, Clay Patrick McBride

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