Bezau Beatz 2019

Jazz thing präsentiert

Jazzfestival Südtirol 2019

Mainstream und Konzertsäle sind beim Südtirol Jazzfestival Alto Adige vom Aussterben bedroht. Stattdessen setzt das Festival seit jeher auf die musikalische Avantgarde und auf selbstbewusste Musiker, die versuchen, in neue Klanglandschaften vorzudringen.

Dazu passen die Spielorte, zu denen natürlich die Gipfel der Alpen, aber auch Straßen, Plätze, Parks, Schlösser, Hotels, Fabrikhallen und andere urbane Räume zählen. Vom 28. Juni bis zum 7. Juli ist das Programm auch in diesem Jahr so umfangreich, das wir hier nur auf ein paar Highlights hinweisen können – der Besuch von suedtiroljazzfestival.com wird deshalb dringend empfohlen.

Xan Campos Trio

Der spanische Pianist Marco Mezquida ist 2019 „all over the place“, wie man so schön sagt, und spielt in vielen verschiedenen Kombinationen vom Trio mit Cello und Perkussion bis zur großformatigen Iberian Connection & Guests. Auch die britische Sängerin und Synthesizerspielerin Claire Parsons ist in diversen Formationen präsent. Auf dem Vigilljoch kann man die Niederländer Reinier Baas und Joris Roelofs erleben, in der Eisacktaler Kellerei in Klausen das Trio des spanischen Keyboarders Xan Campos.

Susana Santos Silva

Nostalgia Progressiva nennt sich das italienische Trio aus dem Sänger Boris Savoldelli, dem Gitarristen Maurizio Brunod und dem Trompeter Giorgio Li Calzi. Der deutsche Klarinettist Benjamin Weidekamp gehört zu The Fearless, der Band der spanischen Schlagzeugerin Lucía Martinez, US-Cellist Hank Roberts gibt ein Solokonzert im Bozener Naturmuseum, und die Trompeterin Susana Santos Silva präsentiert ihr Quintett Life and Other Transient Storms.

Hang Em High (Foto: Lukas Hammerl)

Das Trio des österreichischen Schlagzeugers Alfred Vogel hört auf den schönen Namen Hang Em High, und der portugiesische Schlagzeuger Pedro Melo Alves ergänzt sein Trio In Igma mit Mark Dresser am Schlagzeug und Eve Risser am Klavier gleich um drei Sängerinnen. Zu den spektakulärsten Auftritten dürften die der britischen Großformation Perhaps Contraption zählen, die sich am letzten Festivaltag teilen – beide Bandhälften begleiten dann Jazzwanderungen zu den drei Hütten auf dem Würzjoch.

Foto
Lukas Hammerl

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