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	<title>Kommentare zu: Vergebens?</title>
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		<title>Von: mampf</title>
		<link>https://www.jazzthing.de/blogthing/vergebens/#comment-354</link>
		<dc:creator><![CDATA[mampf]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 13:25:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute schiebt man die afro-amerikanische Jazz-Kultur in die Vergangenheit ab und &quot;globalisiert&quot; den Jazz. Die Europäer machen ihren eigenen Jazz und brauchen die Afro-Amerikaner nicht mehr – und so verlieren die ihre guten Jobs in Europa. Man verleiht ständig irgendwelche Preise an europäische Musiker und füllt die Zeitschriften mit den Till Brönners, skandinavischen Sternchen usw. – damit die Hörer nicht auf die Idee kommen, es fehle etwas.

Es ist eine Variante einer alten Geschichte: Schon bei den ersten Jazz-Platten (1917) kamen nicht die Afro-Amerikaner zum Zug; der King des Swing war Benny Goodman und nicht Count Basie oder Duke Ellington; der große Renner der 1940er-Jahre war nicht Charlie Parker, sondern das Dixieland-Revival; die 50er Jahre waren überschwemmt vom West-Coast-Jazz; auch das große Fusion-Geschäft war eine primär &quot;weiße&quot; Sache.

Früher hat man diese ganze Geschichte als &quot;Enteignung&quot; bezeichnet. Heute nennt man das &quot;Globalisierung&quot;. Aber es ist die selbe faule Sache, die die Armstrongs, Parkers und Coltranes über den Tisch zieht.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Heute schiebt man die afro-amerikanische Jazz-Kultur in die Vergangenheit ab und &#8222;globalisiert&#8220; den Jazz. Die Europäer machen ihren eigenen Jazz und brauchen die Afro-Amerikaner nicht mehr – und so verlieren die ihre guten Jobs in Europa. Man verleiht ständig irgendwelche Preise an europäische Musiker und füllt die Zeitschriften mit den Till Brönners, skandinavischen Sternchen usw. – damit die Hörer nicht auf die Idee kommen, es fehle etwas.</p>
<p>Es ist eine Variante einer alten Geschichte: Schon bei den ersten Jazz-Platten (1917) kamen nicht die Afro-Amerikaner zum Zug; der King des Swing war Benny Goodman und nicht Count Basie oder Duke Ellington; der große Renner der 1940er-Jahre war nicht Charlie Parker, sondern das Dixieland-Revival; die 50er Jahre waren überschwemmt vom West-Coast-Jazz; auch das große Fusion-Geschäft war eine primär &#8222;weiße&#8220; Sache.</p>
<p>Früher hat man diese ganze Geschichte als &#8222;Enteignung&#8220; bezeichnet. Heute nennt man das &#8222;Globalisierung&#8220;. Aber es ist die selbe faule Sache, die die Armstrongs, Parkers und Coltranes über den Tisch zieht.</p>
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		<title>Von: OhWeh</title>
		<link>https://www.jazzthing.de/blogthing/vergebens/#comment-353</link>
		<dc:creator><![CDATA[OhWeh]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 12:37:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auch im Jahr 2007 entblöden sich Millionen und Abermillionen nicht, den Spruch &quot;Ich bin stolz, ein Deutscher&quot; oder auch &quot;I&#039;m proud to be an American&quot; (analog in Französisch, Spanisch, etc.etc.)zu verbreiten und zu verteidigen.

Da fragt man sich, was können diese Subjekte dazu, daß Ihre Erzeuger zufälligerweise Angehörige eines reichen Landes waren?

Wahrscheinlich sind sie rein geistig nicht in der Lage zwischen &quot;froh&quot; und &quot;stolz&quot; zu unterscheiden:

Beispiel froh: Ich bin froh ein Deutscher zu sein (und damit nicht hungern zu müssen, in einer Demokratie zu leben, ...).

Beispiel stolz: Ich bin stolz, mit eigener, ehrlicher Arbeit mein Brot zu verdienen (und nicht als gammelnder Rassist durch die Stadt zu streichen, um fremd aussehende Menschen zusammenzuschlagen).

Rassismus ist ganz klar ein Ding mangelnder Bildung, einseitiger Ausbildung und überbordender Einbildung.

Ach ja, Jazz: gestern durfte ich wieder meinen Lieblingsbassisten auf der Bühne zuhören. Der spielt auf seinem Bass nicht nur Kontrabass, sondern auch Gitarre, Cello, und manch anderes - ein unglaubliches und leider nur lokal bekanntes Genie. Er kommt vom Balkan - ich glaube er ist Serbe - aber das ist unwichtig, wichtig für mich ist, daß er in meiner Hörweite lebt und spielt. Dank einem Europa ohne Blöcke und mit weitgehend offenen Grenzen!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch im Jahr 2007 entblöden sich Millionen und Abermillionen nicht, den Spruch &#8222;Ich bin stolz, ein Deutscher&#8220; oder auch &#8222;I&#8216;m proud to be an American&#8220; (analog in Französisch, Spanisch, etc.etc.)zu verbreiten und zu verteidigen.</p>
<p>Da fragt man sich, was können diese Subjekte dazu, daß Ihre Erzeuger zufälligerweise Angehörige eines reichen Landes waren?</p>
<p>Wahrscheinlich sind sie rein geistig nicht in der Lage zwischen &#8222;froh&#8220; und &#8222;stolz&#8220; zu unterscheiden:</p>
<p>Beispiel froh: Ich bin froh ein Deutscher zu sein (und damit nicht hungern zu müssen, in einer Demokratie zu leben, &#8230;).</p>
<p>Beispiel stolz: Ich bin stolz, mit eigener, ehrlicher Arbeit mein Brot zu verdienen (und nicht als gammelnder Rassist durch die Stadt zu streichen, um fremd aussehende Menschen zusammenzuschlagen).</p>
<p>Rassismus ist ganz klar ein Ding mangelnder Bildung, einseitiger Ausbildung und überbordender Einbildung.</p>
<p>Ach ja, Jazz: gestern durfte ich wieder meinen Lieblingsbassisten auf der Bühne zuhören. Der spielt auf seinem Bass nicht nur Kontrabass, sondern auch Gitarre, Cello, und manch anderes &#8211; ein unglaubliches und leider nur lokal bekanntes Genie. Er kommt vom Balkan &#8211; ich glaube er ist Serbe &#8211; aber das ist unwichtig, wichtig für mich ist, daß er in meiner Hörweite lebt und spielt. Dank einem Europa ohne Blöcke und mit weitgehend offenen Grenzen!</p>
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