Susanna Ridler's [koe:r] - Susystems„Susystems“ ist ein Album, das in einen besonderen, individuellen Kontext gestellt werden muss. Susanna Ridler kommt vom Theater, bevor sie zwischen a cappella und Computer ihren Weg in der Musik auslotete. Für „Susystems“ hat sie sich mit alten Bekannten aus der Wiener Szene als [koe:r] zusammengetan. Musiker wie Wolfgang Puschnig und Peter Herbert vermögen dem Konzeptalbum eine innere Ruhe zu geben, die Susanna Ridler die Möglichkeit zum Aufbruch in vokale Exkursionen bietet. Mit dem Ansatz, ihre Stimme zu nutzen und elektronisch zu bearbeiten, ist sie nicht weit von Laurie Anderson oder Sidsel Endresen entfernt. Aber im konkreten Vergleich zur Arbeit der Kolleginnen ist „Susystems“ fast ein Pop-Album. Mit „You Go To My Head“ und Matt Dennis‘ „Angel Eyes“ schlägt Ridler sogar das American Songbook auf. Ihre Versionen klingen wie vertonte Gedichte, konsequent für das digitale Zeitalter konzipiert und interpretiert. Ridlers Stringenz reicht bis zur Veröffentlichungspolitik: Das Album erscheint auf ihrem eigenen Label Electroland Records und präsentiert damit ein schlüssiges 360-Grad-Modell.

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