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Blue Rhythm 30
nummer 30
frühjahr 2006

Jazz thing reviews: Hotspots.01  

Sam Rivers. Violet Violets

Sam Rivers - Violet Violets
more reviews

Michel Sajrawy
Yathrib
(Ozella/in-akustik)

 
Trondheym
Trondheym
(NRW Records/NRW)

 
Pee Wee Ellis
Different Rooms
(Skip/Soulfood)

(Stunt/sunny moon)

„Violet Violets“ ist die Fortsetzung der im letzten Jahr erschienenen CD „Purple Violets“. Der dänische Drummer Kresten Osgood wollte unbedingt mit Sam Rivers spielen, und den zweiten Teil der Session (mit Ben Street am Bass) gibt‘s hier zu hören. Dem ersten Teil steht er nicht nach, im Gegenteil: Noch besser gelingen hier die melodischen Verknüpfungen. Rivers scheint in der (Spät-)Form seines Lebens. Die emotionale Kraft, die er beispielsweise in Lucky Thompsons „I Forgot To Remember“ steckt, rührt einfach. Aber auch wilde Flöten-Orgiasmen - vorzugsweise in den Rivers-Stücken „Nature Calls“ und „Fast Response“ - sind zu hören, genauso wie vom Trio gemeinsam improvisierte Titel („No Time Toulouse“, „Lace“). Wer Joe Lovano und Sonny Rollins für die letzten Mohikaner hält, sollte Sam Rivers nicht vergessen - aus der Reserve gelockt von einem dänischen Superdrummer, der einfach mal all seinen Mut zusammengenommen hat. Hut ab.

Rolf Thomas, Jazz thing 62

 
Sam Rivers - Violet Violets