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41. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2010
28. bis 31. Oktober
 
   
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Blue Rhythm 27
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World Music

Jazz thing reviews: Hotspots.01  

Dino Saluzzi & Jon Christensen. Senderos

Dino Saluzzi - Sonderos
more reviews
Dieter Ilg & Charlie Mariano
Due
(FullFat/www.fullfat.de)

 
Lincoln Center Jazz Orchestra
A Love Supreme
(Palmetto/sunny moon)

 
Erik Truffaz
Saloua
(Blue Note/EMI)

(ECM/Universal)

Das Leise und das Laute. Ein Bandoneon und ein Schlagzeug. Wenn es nicht Dino Saluzzi und Jon Christensen wären, dann geriete eine Harakiri-Kombination wie diese schon vom Ansatz her zur veritablen Peinlichkeit. Doch bei ECM funktionieren solche kleinen Klangwunder noch. Und das Resultat der Kollaboration des Argentiniers und des Norwegers, deren Pole kaum weiter auseinander liegen könnten, belehrt alle Zauderer und Skeptiker eines Besseren. Spätestens nach „Senderos“ (Wege) dürfte jedem klar sein, dass Saluzzi längst keine Tango-Nuevo-Klischees mehr bedient. Sein Bandoneon schwimmt wie Treibholz - bereit, überall anzudocken, sich symbiotisch weiterzuentwickeln. Das Unvorhergesehene wird zum Impuls. Und Christensen begnügt sich nie mit der Rhythmus-Funktion: Sein Drumming ist Musik und in Verbindung mit dem schnaufenden Blasebalg, dessen heißem Atem ein Sammelsurium an seltsam flirrenden Erzählungen entströmt, ein Abenteuer. Manches entfaltet sich erst durch die unverstellte Spontaneität, mit der beide zu Werke gehen. Dabei entsteht eine ungeheuer intensive Atmosphäre. Das Werk zweier lautstarker Leisetreter.

Reinhard Köchl, Jazz thing 58