| (Telarc/in-akustik)
Einst als traditionalistischer Coltrane-Erbe aufgebaut, kombiniert Saxofonist Courtney Pine nach Ausflügen zu seinen jamaikanischen Roots, dem Aufbruch zu jazzigen HipHop-Ufern (Guru's Jazzmatazz) und Soul Jazz der 60er-Jahre mittlerweile sämtliche Stile über Kreuz - scheinbar nach Lust und Laune: einen Dialog mit Sitar bei Translusance", straighten Soul bei U.K." oder Drum&Bass-Beats bei When The World Turns Blue". Wo andere Musiker versuchen, möglichst sauber und perfekt zu klingen, sucht Pine den menschlichen Fehlerfaktor ebenso wie Spontaneität und auf den Moment bezogene Interaktion mit den anderen Instrumenten. In seiner scheuklappenfreien Herangehensweise erinnert Devotion" stark an Branford Marsalis' Projekt Buckshot LeFonque: Auf einem simplen Thema und Groove-Fundament basierend, sucht Pine solistische Extreme auf, um mit spielerischer Leichtigkeit schließlich im eingängigen Refrain zu münden. Musik mit dem Geist des Alten und der Kraft der Jugend.
Henrik Drüner, Jazz thing 55
Review zu Courtney Pine - Resistance |