Kommt eine größere Jazz-Medienkrise auf uns zu? Das amerikanische „JazzTimes Magazine“ hat sein Erscheinen vorläufig eingestellt – wegen kräftigen Einbrüchen bei den Anzeigen suche man nach einem neuen Besitzer, schreibt die Redaktion dieses großen US-Jazz-Magazins auf der Website. Dann die österreichische „Jazzzeit“, die zurzeit ebenfalls aus wirtschaftlichen Gründen abgewickelt wird. Und momentan verdichten sich Gerüchte für den französischen Musikzeitschriften-Markt, die bereits auf der diesjährigen jazzahead! in Bremen die Runde machten: Die drei großen Magazine in Frankreich, „Jazzman“, „Jazz Magazine“ und „Muziq“, sollen fusionieren und zukünftig als ein einziges Medium über Jazz und aktuelle improvisierte Musik berichten. Für die Musikindustrie würde dies dann zu einer Reduzierung ihrer PR-Möglichkeiten führen. Für den Leser und Musik-Fan wäre dieser Schritt aber weitaus gravierender: Die Meinungsvielfalt würde drastisch auf ein Minimum beschränkt werden.
Weiterführende Links
JazzTimes
Jazzzeit
Jazzman
Jazz Magazine
Muziq
Zusammengestellt von Christian Broecking, Martin Laurentius und Axel Stinshoff. |