Wie die Berliner Morgenpost berichtet, hat die GEMA die Gebühren für die Berliner Jazz-Clubs kräftig angezogen. John Kunkeler, Betreiber des Schlot, habe bislang 9600 Euro jährlich an die GEMA überwiesen. Ab Januar 2009 sei der Betrag auf 14000 Euro angehoben worden, die Summe entspreche etwa 3 Monatsmieten. Zunächst habe er die Gema noch zur Rücknahme der Erhöhung bewegen können, bei 30 bis 40 zahlenden Gästen pro Abend könne er allerdings nicht mehr als 5000 Euro an die Gema zahlen. Deshalb müsse er sein Programm nun auf drei Live-Musik-Tage pro Woche kürzen. Auch Sedal Sardan, Betreiber des A-Trane, klagt über zu hohe Gebühren und das Quasimodo habe schon sukzessive vom Jazz Abschied genommen. Inhaber Giorgio Carioti berichtet, dass die GEMA ihm geraten habe, genügend Geld zu verdienen, damit er die Beiträge zahlen könne. Deshalb würde er jetzt ein Mischprogramm mit Party, Rock´n´Roll und etwas Jazz fahren. Die betroffenen Clubveranstalter und Musiker äußern sich verständnislos, dass die GEMA ausgerechnet beim eh schon förderungsnötigen Jazz die Hand aufhält. Das sei kurzsichtig und kontraproduktiv, eine Reform der GEMA sei dringend notwenig.
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Zusammengestellt von Christian Broecking, Martin Laurentius und Axel
Stinshoff. |