Im Sommer diesen Jahres musste sein Jazzclub Birdland im Wiener Hotel Hilton Insolvenz anmelden, jetzt bekommt der gebürtige Wiener Joe Zawinul auch kein Denkmal im Stadtpark der österreichischen Hauptstadt. Andreas Keri von der Österreichischen Volkspartei stellte Anfang Oktober in der Bezirksvertretung Wien Landstraße den Antrag für ein Zawinul-Denkmal. Der aus Erdberg stammende Joe Zawinul zählt zu den weltweit bedeutenden Jazzmusikern des 20. Jahrhunderts und reiht sich in die Liste namhafter österreichischer Musiker wie Strauss und Mozart ein, so seine Begründung. Doch dieser Antrag wurde abgeschmettert: Die Sozialdemokratische Partei Österreich (SPÖ) begründete die Ablehnung des Antrags mit dem Hinweis, dass am Klopsteinpark eine Gedenktafel für Zawinul angebracht werden soll, heißt es in der Wiener Bezirkszeitung: Während für Che Guevara in ein Denkmal investiert wurde, ist der SPÖ Zawinul offenbar nur eine Gedenktafel wert. Der Keyboarder starb am 11. September 2007 an den Folgen einer Krebserkrankung.
Zusammengestellt von Christian Broecking, Martin Laurentius und Axel Stinshoff. |