Dieser Ausruf wurde zum Standard: Play that, Teo brummte Miles Davis einst mit seiner unverkennbar rauchig-knarzigen Stimme ins Mikrofon. Angesprochen wurde damit die Produzenten-Legende Teo Macero, mit dem Davis insgesamt 99 Produktionen machte. Darunter gibt es viele Aufnahmen, die jazzhistorisch bedeutend sind: Kind Of Blue natürlich, aber auch Bitches Brew oder In A Silent Way, mit denen der Trompeter und sein Produzent nicht nur dem Jazz-Rock den Weg bereiteten, sondern auch aus produktionstechnischer Sicht Maßstäbe setzten. Macero war für Miles Davis das, was George Martin für die Beatles war, schrieb das US-amerikanische Jazztimes Magazine. Neben seiner Arbeit für Davis war dieser Produzent auch verantwortlich für Studio-Sessions mit Thelonious Monk, Dave Brubeck oder Charles Mingus. Auch in der Pop-Musik war Macero zu Hause: Er produzierte beispielsweise mit Simon & Garfunkel die Musik für den Film The Graduate (auf Deutsch: Die Reifeprüfung) und saß zudem für The Who hinter dem Mischpult. Er selbst war ein versiert spielender Tenor- und Baritonsaxofonist und sorgte auch als Komponist für Aufsehen, der zum Beispiel großorchestrale Third-Stream-Werke schrieb. In Kürze ist in den USA eine Film-Doku über das Leben und Werk von Teo Macero zu sehen: Play That, Teo von der Regisseurin Olana Digirolama. Am 19. Februar starb Attilio Joseph Teo Macero. Er wurde 82 Jahre alt.
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Play That, Teo
Zusammengestellt von Martin Laurentius und Axel
Stinshoff. |