Am Sonntag, den 4. November, ging das diesjährige JazzFest Berlin zu Ende. Es war die letzte Ausgabe, die Peter Schulze als künstlerischer Leiter betreute. Wie schon in den Jahren zuvor wurde auch diesmal wieder das Festival-Programm kritisch von der Presse aufgenommen. Fest steht, dass so das eurozentrierte und migrationsmusikalische Konzept des JazzFests komplett an die Wand gefahren wurde, schreibt zum Beispiel Christian Broecking in der taz. Die damit einhergehende weitgehende Negation der schöpferischen amerikanischen und ganz besonders auffällig der afroamerikanischen Jazzmusiker wird noch eine Zeitlang einen üblen Nachgeschmack behalten. Sachlicher urteilt Günther Huesmann in der Frankfurter Rundschau: Überraschungen fanden nicht auf der Hauptbühne im Haus der Berliner Festspiele statt, sondern in Clubs. Das Oktett Florian Ross 8 Ball bot eine extrem farbenfrohe Feier des Jetzt in Form eines entfesselten Saxofonsatzes. Schulzes Nachfolger wird übrigens der Posaunist Nils Landgren, der in 2001 schon einmal das JazzFest kuratierte. Das Jazzfest möchte er wieder zum führenden und richtungweisenden deutschen Jazzfestival machen, heißt es in der Berliner Zeitung. Landgrens Vertrag als neuer Leiter ist zunächst für drei Jahre geschlossen.
Weiterführende Links
JazzFest Berlin
JazzFest Berlin in der taz
JazzFest Berlin in der Frankfurter Rundschau
JazzFest Berlin in der Berliner Zeitung
Zusammengestellt von Martin Laurentius und Axel
Stinshoff. |